Kolbermoor – Die Wassertemperatur im Schwimmerbecken des Freibades liegt zwischen 21 und 23 Grad. Und dafür sorgen die Solaranlage und das Blockheizkraftwerk der Adolf-Rasp-Schule. Darüber hinaus garantierte bisher auch die Gastherme eine konstante Wassertemperatur in den drei Becken. Sollten beispielsweise die Solaranlage und das Blockheizkraftwerk nicht ausreichen, sprang die Gastherme an.
„Heizen, was
die Sonne hergibt“
Das fällt heuer flach: Die Gastherme bleibt heuer im Freibad aus. Da die Stadt auf die Nutzung von Gas verzichten will. „Die Bürger werden derzeit von allen Seiten aufgefordert, Energie und speziell Gas zu sparen. Es wäre sicher schwer nachvollziehbar, wenn nicht auch die Stadt Kolbermoor versuchen würde, den Gasverbrauch, wo immer das möglich ist, zu reduzieren“, erklärt Bürgermeister Peter Kloo die Maßnahme.
Aber was heißt das konkret? Um wie viel Grad kühler könnte das Wasser denn gerade nach kälteren Nächten in den Becken sein?
„Das kann man gar nicht sagen“, sagt Charlie Meier, Bademeister und Schwimmlehrer des Freibads. „Wir heizen halt, was die Sonne hergibt“, sagt er.
Laut Christian Poitsch springen die Gastherme bei einer bestimmten Wassertemperatur von selbst an. Aber wie sorgt man dafür, dass die Gastherme nicht automatisch anspringen? „Das ist quasi wie zu Hause. Man stellt einfach den Regler ab“, erklärt Christian Poitsch, der auf einen „super heißen Sommer“ setzt.
Das Freibad öffnet am Samstag, 14. Mai, und soll dann täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet sein. Regeln hinsichtlich der Nutzung gibt es, wie in den beiden vergangenen Jahren coronabedingt, nicht, so Poitsch. Es ist wie vorher. So gebe es beispielsweise keine Einschränkungen, was die Anzahl der Besucher angeht. In den Jahren 20/21 war die Zahl auf etwa 540 Besucher am Tag begrenzt. Davor lag sie bei üblichen 2500.
Bis 14. Mai gibt es für die Bademeister Meier und Helmut Eggerl noch jede Menge zu tun: Es wurden bereits zwei Umwälzpumpen ausgetauscht, die quasi alle drei Becken bedienen.
Darüber hinaus wurden kaputte Fliesen ausgetauscht. Der Aussichtsturm erhielt einen neuen Anstrich, ebenso fanden Malerarbeiten in den Becken und in den Räumlichkeiten statt. Pflasterarbeiten auf den Wegen. Garten- und Mäharbeiten stehen noch an. Und damit das Schwimmerbecken nicht verschmutzt wird, haben die beiden abgedeckt.
Charlie Meier: „Wir sind gut gerüstet und geben unser Möglichstes, damit am Eröffnungstag alles fertig ist.“ Und dann gilt es wieder abzutauchen – aber eventuell in etwas kälterem Wasser.