Arbeiten in schwindelerregender Höhe

von Redaktion

Aus Sicherheitsgründen werden Bäume im Spinnereipark kontrolliert und gepflegt

Kolbermoor – Wer einmal auf einem Zehn-Meter-Turm im Schwimmbad stand – und das nicht alle Tage macht – , der weiß, wie mulmig sich der Blick nach unten anfühlen kann.

Solche Probleme spielen bei den Mitarbeitern des Kolbermoorer Bauhofs wohl eher keine wirkliche Rolle. Denn für sie stehen zusammen mit einem Tuntenhausener Unternehmen für Baumarbeiten seit vergangener Woche Arbeiten im Kolbermoorer Spinnereipark an. Und das in luftiger Höhe.

Manche Exemplare
sind 100 Jahren alt

Laut Stadtgärtner Simon Reiter müssten dort alle Bäume kontrolliert werden. Vor allem bei den alten, 50 bis 100 Jahre alten Bäumen geht es dabei hauptsächlich um „Totholz“, so Reiter.

Dieses müsste aus Sicherheitsgründen entfernt werden. „Es gibt da immer wieder alte Äste, die wir beispielsweise rausmachen müssen, damit sie nicht runterfallen“, sagt Reiter. Dadurch könne man die Sicherheit für Spaziergänger oder herumrennende Kinder gewährleisten. Eine weitere Maßnahme ist die sogenannte „Kronensicherung“.

Laut Reiter würden dabei reißfeste Kunststoffbänder – „etwa wie Autogurte“ – an manchen Baumkronen angebracht. Mit Schlaufen halten diese verschiedene Stämme zusammen. „Wenn es mal sehr windig ist, können sich die Äste dadurch stabilisieren.“ Insgesamt werden im Spinnereipark rund 200 Bäume kontrolliert, darunter ungefähr ein Drittel „Jungbäume“. Bei etwa 80 Bäumen sei ein „höherer Pflegeaufwand“ erforderlich.

Gute Technik
will gelernt sein

Dass die Kontroll- und Pflegearbeiten in schwindelerregender Höhe stattfinden, bringt der Job mit sich. „Es ist eine Kombination aus der Arbeit mit der Hebebühne und der Seilklettertechnik“, sagt Matthias Gulke vom Baumpflege-Betrieb aus Tuntenhausen. Bei den 20 bis 30 Meter hohen Bäumen kontrollieren die Mitarbeiter die Außenbereiche von der Hebebühne aus.

An langen Seilen
geht´s nach oben

„Für die Innenbereiche steigen die Mitarbeiter aus und fixieren sich mit dem Seil am Baum. Laut Gulke ist die luftige Höhe dabei eine Herausforderung. Vor allem sei eine gute Seilführung entscheidend. Gerade in den Morgenstunden, wenn die Rinde noch leicht feucht ist, müsse man gut aufpassen. „Ansonsten hilft uns dabei natürlich eine gewisse Routine“, so Gulke.

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