Kolbermoor – Lange konnten wegen der Corona-Pandemie in Kolbermoor keine Warenmärkte stattfinden: Jetzt hat das örtliche Veranstalter-Duo Peter Kajetan Schmid und Oliver Nowotny einen Neuanfang gewagt und zum ersten Mal einen Pfingstmarkt in der Mangfallstadt veranstaltet. Auch der „Schauplatz der Handlung“ war neu: Die Marktstände der rund 45 Fieranten reihten sich rund um das neue Rathaus.
Vielfältiges
Angebot
Das vielfältige Angebot erstreckte sich von Sommerkleidern und Maßhemden, Silber- und Modeschmuck über Vogelhäuschen bis zu „Haushaltshelfern“ zum Reinigen von Kaminscheiben und zum Wachs-Recycling. Für das persönliche Wohlbefinden gab es Naturkissen (gegen Muskelverspannungen und Durchblutungsstörungen), Balsam aus Weinlaub, Hirschtalg und Ringelblumen sowie Stutenmilch-Creme.
Ein Glasbläsermeister stellte vor den Augen der Besucher Orchideenstäbe her und am „Duftstandl“ konnte man sich anhand von mit ätherischen Ölen eingelassenen Holzkugeln die individuellen Duftnoten zusammenstellen – ob für das Wohnzimmer, den Kleiderschrank oder das Auto.
Ebenfalls zum Kauf standen Schalen, Salatbestecke oder Honiglöffel aus Olivenholz. Für Heim und Haus wurden Dachfenster und Markisen angeboten. Auch das Brauchtum war auf dem Pfingstmarkt vertreten durch den örtlichen Trachtenverein „d‘Mangfalltaler“, der in Kürze sein 110-jähriges Bestehen feiert.
Breit gefächert war auch die kulinarische Palette. Sie bestand unter anderem aus südländischen Spezialitäten wie Falafel und Taramas, Salzburger Kürbiswurst, Bregenzer Käse, Kalamata-Olivenöl, Streuseltaler und Auszogne, Trockenfrüchte und Al-Capone-Burger. Nicht fehlen durfte schließlich „Geistiges“ wie beispielsweise Walnuss-, Zirben- oder Bergfex-Alpenkräuterschnaps.
Die kleinen Marktbesucher hatten große Freude mit Mini-Eisenbahn und Kinderkarussell.
Fazit fällt
zwiespältig aus
Am Marktsonntag hatten auch einige Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Das Fazit der „Marktmacher“ zum allerersten Kolbermoorer Pfingstmarkt fiel eher zwiespältig aus. „Der Markt kam bei den Leuten gut an, und sie waren von der Vielfalt des Angebots begeistert. Der Besuch hätte – vor allem am Samstag – besser sein können, und das Kaufverhalten war etwas zögerlich“, resümierte Peter Kajetan Schmid. Sein Partner Oliver Nowotny ergänzt: „Der Pfingstmarkt muss sich noch einspielen und wir werden es auf alle Fälle nächstes Jahr wieder probieren.“