La Dolce Vita ist zurück in Kolbermoor

von Redaktion

Gelungenes Fest rund ums Rathaus – Besucher feiern und tanzen bis spät in die Nacht

Kolbermoor – „Der ganze Rathauplatz samt dem umgebenden Grün ist mehr als gelungen und wirklich ein großer Gewinn für Kolbermoor.“ Dieses dicke Lob kam von Anton Wallner, dem Bürgermeister der Gemeinde Bad Feilnbach. Er war einer der zahlreichen Besucher des „Festes rund ums Rathaus“, das am Samstag stattfand.

Newcomer im
Kulturkalender

Christian Poitsch vom Stadtmarketing zeigte sich denn auch mehr als zufrieden: „Ich hätte nicht gedacht, dass tatsächlich so viele Menschen kommen.“ Denn im ganzen Mangfalltal wurde gefeiert: in Bruckmühl die beliebte Wiesn, in Bad Aibling das Bürgerfest, in Großkarolinenfeld Dorffest und in Wallners Heimat sogar Dorf- und Waldfest zugleich. Noch dazu fand bei am neuen Gerätehaus der Pullacher Feuerwehr eine landkreisweite Übung statt. Und so war der Besucheransturm beim Fest rund ums Rathaus – einem Newcomer unter den Veranstaltungs-Highlights – ein Beweis dafür, dass das Fest in den Veranstaltungskalender aufgenommen werden kann.

Riesenansturm
auf „Radchecker“

Die Kolbermoorer freuten sich darüber, dass das gesellige Leben endlich wieder zurückkehrt und verweilten bis in die Nacht im neu belebten Zentrum ihrer Stadt. Die meisten kamen übrigens zu Fuß oder mit dem Fahrrad – eine Tatsache, die vor allem Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler freute: „Das zeigt doch, dass das Fahrrad in Kolbermoor tatsächlich immer mehr zum Alltagsverkehrsmittel wird.“ Dazu kam, dass die Abschlusstour des Stadtradelns im Mangfalltal vom Festgelände rund um den Rathauplatz aus startete und zahlreiche Radler aus den Nachbargemeinden anzog. Deutlich wurde die Bedeutung des Radls in Kolbermoor auch daran, dass einer der zahlreichen Infostände ganz besonders viel Zulauf hatte: Die Station der „Radl-Checker“ war dicht umringt. Bei ihnen konnte man sein Fahrrad nicht nur auf Verkehrssicherheit überprüfen lassen. Franz Leis und sein Team gaben auch viele wertvolle Tipps: Etwa worauf beim Einstellen der Schaltung zu achten ist oder wie man eine Kette optimal ölt. „Das ist ein tolles Angebot“, freute sich zum Beispiel Linda Buser: „Man bekommt hier die Dinge so erklärt, dass man sie auch tatsächlich versteht.“ Bei den Radl-Checkern herrschte vor allem am Vormittag so ein Andrang, dass die Besucher Schlange standen.

Doch nicht nur sie hatten großen Zulauf. Auch die anderen „Standbetreiber“ – vom Schmuckverkauf zugunsten der Bürgerhausprojekte, über Gartenbauverein, Trachtler, Schülerpatenschaften bis hin zum VdK – waren mit dem Zuspruch der Kolbermoorer sehr zufrieden.

Vereine gestalten
buntes Programm

Das Konzept von Ideengeber Christian Poitsch ging also auf: „Wir wollten ein buntes Vielerlei schaffen, bei dem man von einem zum anderen schlendert, sich informiert, auch nachfragt und dazwischen immer wieder etwas essen oder sich einfach unterhalten lassen kann.“ Ziel erreicht – und das, obwohl durch einige Corona-Ausfälle nicht alle geplanten Gruppen auftreten konnten. Das Unterhaltungsprogramm war durch Vorstellungen der beiden Trachtenvereine und der Musikschule reichlich. Der Tag deshalb nicht nur, wie erhofft, eine würdige Wiedergutmachung für alle Einweihungsfeiern, die in den beiden vergangenen Jahren ausfallen mussten – egal ob das nun das neue Rathaus, das Parkhaus, die Tonwerksunterführung, die neuen Kindergärten oder die Umgestaltung der Rosenheimer Straße war. Der Tag war auch ein Signal für die Zukunft: Kolbermoor hat jetzt ein Areal, das jede Menge Potenzial hat. Dass es sich hier wunderbar feiern lässt, genossen die Gäste des „Milano“, das an diesem Abend seine offizielle Einweihung feierte. Das Team von Giuseppe und Mario Coglitore hatte alle Hände voll zu tun, um all seine Gäste zu bewirten. Und die ließen sich nicht nur die italienischen Spezialitäten schmecken, sondern tanzten auch zur Live-Musik von Dieter Kannengießer und Vito Storione, die mit italienischen Oldies La Dolce Vita ins Herz der Stadt zauberten.

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