Kolbermoor – Kolbermoor darf sich ab sofort „Fairtrade-Stadt“ nennen. Am Mittwochmorgen schlug die gute Nachricht des Vereins „Fare Trade Deutschland“ im E-Mail-Account der Dritten Bürgermeisterin auf. Sabine Balletshofer-Wimmer ist zugleich Leiterin der Steuerungsgruppe. „Es hat funktioniert, unsere Mühen haben sich gelohnt“, fasst sie ihre Freude in Worte. „Die Bewerbung von Kolbermoor wurde durch unser oberstes Prüfgremium erfolgreich bestätigt“, wurde sie von Melanie Müller informiert, der Koordinatorin der Kampagnen: „Somit steht einer Auszeichnung als Fairtrade-Stadt nichts mehr im Wege.“
Im März 2021 hatte der Stadtrat beschlossen, dass sich Kolbermoor auf den Weg zur Fairtrade-Stadt machen will. Seitdem holte Balletshofer-Wimmer viele Mitstreiter ins Fair-Trade-Boot. Kirchen, Schulen, Kitas und Vereine versuchen mit eigenen Aktionen, die Vision eines weltweit fairen Handels voranzubringen. Lebensmittelgeschäfte nehmen fair gehandelte Produkte dauerhaft ins Sortiment. Auch in der Gastronomie werden fair gehandelt Produkte verwendet: So sind beispielsweise „Gleis 2“, die „Osteria am Huberberg“ und das „Milano“ im Wohn- und Geschäftsgebäude am Rathaus mit dabei. „Wir werben aktiv, sind beim Fest rund ums Rathaus mit vielen Kolbermoorern ins Gespräch gekommen, waren an den Schulen, in den Sportvereinen“, beschreibt Balletshofer-Wimmer, wie die Aktion belebt wurde und wird.
Die Auszeichnungsfeier findet am 27. Oktober, um 18 Uhr, im Sitzungssaal des Rathauses von Kolbermoor statt. „Die Zertifizierung ist die Grundlage, auf der die eigentliche Arbeit weitergeht“, so Balletshofer, „denn wir bemühen uns in allen Bereichen um faires Wirtschaften und einen nachhaltigen Umgang mit Umwelt und Natur bemühen.“ ka