Wunsch nach mehr Männern

von Redaktion

SV-DJK weiht neuen Raum ein und feiert zehn Jahre „Fitness und Gesundheit“

Kolbermoor – Ein Sprung, ein Schlag mit dem Fuß und die Sperrholzquadrate sind sauber in der Mitte durchtrennt. Laura Fellinger und Vasile Botan zeigten am Sonntag, 4. Dezember, was die Taekwondo-Abteilung des SV-DJK so alles draufhat. Deren Mitglieder werden in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach noch besser werden – falls das möglich ist. Denn an diesem Tag wurde im Keller der Turner Alm ein neuer Trainingsraum eingeweiht.

Platz für alle Abteilungen

Ein Raum, der aber nicht nur den Taekwondo-Sportlern neue Möglichkeiten eröffnet: Er steht allen Abteilungen des Kolbermoorer Sportvereins für Intensivtraining zur Verfügung. Wichtig nicht zuletzt dann, wie Geschäftsführerin Karin Maier erklärte, wenn die Turnhallen der Schulen nicht fürs Training genützt werden können, weil Ferien sind.

Doch nicht nur die Taekwondo-Abteilung war am Sonntag, 4. Dezember, zu sehen. Die Einweihung des neuen Raumes bot zudem die ideale Gelegenheit, um das zehnjährige Bestehen des Kursprogrammes „Fitness und Gesundheit“ nachzufeiern. Der wäre eigentlich schon 2021 angestanden, aber da war eine Feier coronabedingt nicht möglich.

„Fitness und Gesundheit“ – das klingt trocken, hört sich allenfalls nach Schweiß und Arbeit, aber nicht unbedingt nach Spaß und Gaudi an. Der Eindruck allerdings täuscht, die Vorführungen bewiesen es. Ob Zumba, Jumping Fitness oder Rhythmische Sportgymnastik – den Auftretenden war anzusehen, dass sie einen Riesenspaß bei ihrer Betätigung haben: der eigene Körper wie ein Instrument, das von der Begleitmusik und der Dynamik der anderen mitgerissen wird und darin dann aufgeht.

Und natürlich gibt es für wirklich jede Altersgruppe dort maßgeschneiderte Angebote im breiten Kursprogramm – nicht nur für Senioren, auch für Kinder, anders wäre es ja auch kein Angebot des Kolbermoorer SV-DJK.

„Tanzen für Kids“ war dabei schon ganz am Anfang mit auf dem Programm gestanden, 2011, als das Angebot „Fitness und Gesundheit“ ins Leben gerufen wurde. Der SV-DJK war damals, wie Bürgermeister Peter Kloo in seiner kleinen Ansprache hervorhob, der Zeit weit voraus gewesen.

Sich körperlich betätigen zu können, ohne dafür gleich fest einer Vereinsabteilung beitreten zu müssen, sich stattdessen wechselnde Angebote mit jeweils kurzer Laufzeit aussuchen zu können: Dieses Angebot war damals neu und hatte auch innerhalb des Vereins seine Skeptiker. Mittlerweile aber ist es mehr als etabliert, 30 verschiedene Kurse gibt es, die vor Corona über 500 Teilnehmer zählten, wie Karin Maier berichtet. Und auch den Pandemieeinbruch hat man ziemlich gut überstanden: Derzeit sind es wieder an die 400 „Ab-und-zu-Sportler“, Tendenz steigend.

An ihren Grenzen angelangt

So ein Zulauf setzt natürlich auch viele entsprechende Räumlichkeiten voraus, der neue Trainingsraum im Keller deshalb ein Zugewinn, der wichtige Entlastung bringt, wie Sabine Balletshofer-Wimmer, Vorstandssprecherin des Vereins, betonte. In Kolbermoor seien dank großer Nachfrage alle bestehenden Hallen an ihren Grenzen angelangt.

Ein Zustand, der sich noch verschärfen könnte, wenn ein Wunsch von Karin Maier in Erfüllung ginge: Dass sich noch mehr Männer bei den Kursen anmeldeten. Derzeit liegt ihr Anteil nämlich bei gerade Mal 20 Prozent. „Ein Mann bei Zumba oder Jumping Fitness? Glauben Sie mir, der wäre da voll der Renner“, sagt Geschäftsführerin Karin Maier. Und irgendwie ist das ein Angebot, das Mann sich ernsthaft überlegen sollte.

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