Akademie Kolbermoor zeigt Exponate der Lehrenden

von Redaktion

Von Aquarellbildern über Darstellungen mit Gouache-Technik bis zu Skulpturen – Publikum bekommt Einblicke in Lehrgänge

Kolbermoor – Zu Beginn des neuen Studienjahres in der Akademie der Bildenden Künste in Kolbermoor gab es für die Dauer eines Tages eine umfassende Ausstellung mit Exponaten der Professoren und Dozenten.

Von den weit über hundert Lehrenden hatten 50 ihre Arbeiten ausgestellt und standen für Gespräche zur Verfügung. So konnten sich an Lehrgängen Interessierte über die Modalitäten eines Studienganges oder Seminars informieren und Lehrende persönlich kennenlernen. Darüber hinaus bot die Ausstellung für alle Besucher ein breites Spektrum zeitgenössischer Kunst vom Aquarell über Ölgemälde bis hin zu Skulpturen aus Stein oder Papier.

Über den großen Andrang freute sich Geschäftsführerin Anna Eisner. „Wir haben uns während der Lockdowns verzweifelt gefragt, ob diese Veranstaltung jemals wieder möglich sein wird. Dass sich nun so viele Menschen ohne Maske in gemeinsamem Interesse an der Kunst wieder treffen können, macht uns glücklich“. Ohne Maske, das sei ihr besonders wichtig, weil nur dann ein lebhafter Meinungsaustausch möglich sei.

Bildhauer Max Wagner hat erneut eine Serie von Köpfen aus Keramik gestaltet. „Selfexperiment“ nennt er die Reihe – Köpfe, deren unterschiedliche Ausstattung die Möglichkeiten des menschlichen Denkens und Fühlens auslotet. Eine eigenständige Nachbildung von Hokusais berühmter „Welle“ hat Patrick Mougeot in seinem Bild vorgenommen, nur dass seine Welle aus einer Vielzahl von kleinen Segmenten. Puzzlesteinen ähnlich, zu bestehen scheint.

Toni Stegmayer bearbeitet Stein, hier Belgisch Granit, und schafft aus rechteckigem Ausgangsmaterial nach intensiver Bearbeitung zwei bogenförmige Elemente, Brückengeländern gleich.

Christina von Bitter im Dachgeschoss des Gebäudes fertigt unwirkliche, dennoch in der Realität verhaftete Gebilde aus Papier und Draht wie Kleider und Gießkannen, aber auch Fantasiegebilde.

Uta Beckert ruft mit ihrer unbekleideten Männergestalt aus Ton Andersens Märchen „Des Kaisers neue Kleider“ ins Gedächtnis: Eitelkeit, gepaart mit Leichtgläubigkeit, sind damals wie heute eine Maxime menschlichen Handelns.

Und der wohl berühmteste Dozent der Akademie, Professor Markus Lüpertz, ist mit zwei Darstellungen unter dem Titel David I und David II vertreten. Sie zeigen in der Technik der Gouache einen männlichen Kopf mit ruhigem, gefassten Gesicht und hellem, aufmerksamen Blick.

Diese Ausstellung würde auch über mehrere Tage Besucher anziehen, doch gleich am nächsten Tag wurden die Räume für Seminare gebraucht.

Nähere Information zu den Studiengängen und Seminaren gibt es unter www.adbk-kolbermoor.de. bö

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