Kolbermoor – „The Oscar goes to: Faschingsverein Mangfalltal“ lautete das Fazit der knapp 1000-köpfigen Gäste-Jury am Samstag um 21.27 Uhr: Der Kolbermoorer Faschingsverein hat als Organisator und Koordinator des Landkreisfestivals der Garden zusammen mit den Faschings-Gilden, -Gesellschaften und -Vereinen aus dem Landkreis Rosenheim ein oscarreifes, spektakuläres Feuerwerk auf höchstem Niveau gezündet.
27 befreundete Kinder-, Jugend- und Erwachsenengarden samt Showtanz-Gruppen gaben sich die Türklinke in der Pauline-Thoma-Schule im 15-Minuten-Takt in die Hand.
„Feuer frei
ab High Noon“
Der Startschuss zu dem Tanz- und Showspektakel wurde zur besten „High-Noon-Zeit“ um 12 Uhr abgefeuert. Der Andrang zu dem Faschingsevent war derart groß, dass ab dem späten Nachmittag frei werdende Sitzgelegenheiten durch Wartende sofort wieder in Beschlag genommen wurden und die Gäste sogar auf die Aula-Treppe und die Galerie ausweichen mussten.
Beifallsstürme
auf offener Szene
Sie erlebten eine 545-minütige Gala der Superlative, bei der sich Tanz, Show, Slapstick, Akrobatik, Entertainment sowie Erotik, Mystik und Gefühl nahtlos aneinanderreihten. Die Darbietungen lösten Beifallsstürme auf offener Szene aus. Das Stimmungsbarometer zeigte über mehrere Stunden Spitzenwerte. Basti Seiffert (Kinder-Hofmarschall) und Maxi Müller (Erwachsenen-Hofmarschall) führten routiniert mit launigen Worten und Brückenschlägen durch das Programm.
Der Faschingsnachwuchs von Kolbermoor, Wasserburg, Bad Aibling, Prien, Bad Endorf sowie Waldkraiburg, Ramerberg, Bernau und Neubeuern sorgte mit den Prinzenpaaren, Garde- und Showtänzen auf künstlerisch und tänzerisch hohem Leistungsniveau für die ersten „Bühnenkracher“.
Die Show-Mottos wie „Police-Department Mangfalltal“, „die Welt der Elemente“, „Manege frei, 50 Jahre Zirkus Rosalia“, „Wild, Wild, West“ oder „Girls on Fire“, „Prienarria rockt den Fasching“, „Wie der Phönix aus der Asche“ sowie „Hände hoch, Banküberfall, Aschaus größter Coup“ trieben die Spannungsmomente in ungeahnte Höhen.
Während der nun folgenden knapp sechs Stunden wechselten sich heiße Rock-, Pop-, Space- und Rock-‘n’-Roll-Rhythmen im atemberaubenden Tempo und packenden dramaturgischen Spannungsbögen ab.
Der harmonische Wechsel von Prinzenwalzern in den verschiedensten Ausdrucksweisen, Variationen und Interpretationen mit attraktiven Showteilen, Geschichtserzählungen, gespickt mit spektakulären Hebefiguren und Wurf- sowie Schleuder-Akrobatiken ließen die Klatschhände der Zuschauer „heiß laufen“. Die farbenfrohen, fantasievollen Kostüme lösten oft einen lauten „Wow-Effekt“ aus. Nach einer insgesamt über neun Stunden langen professionellen Performance samt etlichen Zugaben fiel gegen 21.12 Uhr der letzte Vorhang vor dem Landkreisfestival der Faschingsgarden in Kolbermoor und man war sich einig: Alle teilnehmenden Faschings-Organisationen hätten mit ihrem Engagement und den Aufführungen einen „Academy Award“ verdient gehabt.