Kronensicherungen und Kappungen

von Redaktion

Pflegemaßnahmen bei den Bäumen auf der Spinnereiinsel erforderlich – Absperrungen nötig

Kolbermoor – Das Wasserwirtschaftsamt Rosenheim wird mit seiner Flussmeisterstelle ab nächster Woche auf der Spinnereiinsel Pflegemaßnahmen im Kronenbereich von einzelnen Bäumen durchführen. Nachdem bereits im Herbst Eschen, die vom Eschentriebsterben befallen waren, aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten, werden jetzt weitere notwendige Pflegemaßnahmen umgesetzt.

Sicherheit für die
Bürger im Fokus

Diese sind erforderlich, um die Sicherheit für Erholungssuchende weiterhin gewährleisten zu können. Zu den Pflegemaßnahmen gehören die Entnahme von Totholz, der Einbau von Kronensicherungen und die Kappung von Bäumen. Bei Kappungen handelt es sich um Maßnahmen, bei denen die Krone entfernt wird, um das Unfallrisiko zu vermeiden, der Stamm jedoch erhalten bleiben kann. Dies kann vor allem bei Bäumen mit einem größeren Durchmesser sinnvoll sein. Durch den fachgerechten Einbau von Kronensicherungen und das Durchführen von Einkürzungen im Kronenbereich kann von einer Fällung der betroffenen Bäume abgesehen werden. Dies ist aber nicht immer möglich. Baumkontrolleur und Baumpfleger Sebastian Ebert von der Flussmeisterstelle Rosenheim erklärt, wann diese Maßnahmen im Kronenbereich möglich sind. „Der Zustand des Baumes ist dafür ausschlaggebend. Beispielsweise lässt ein Pilzbefall im Wurzelbereich es aus Sicherheitsgründen nicht zu, von einer Fällung abzusehen. Wenn es jedoch fachlich möglich und sinnvoll ist, ziehen wir eine Kronensicherung oder die Schaffung von stehenden Totholzstrukturen durch Kappungen einer Fällung vor.“

Da es sich bei Gehölzarbeiten um gefährliche Arbeiten handelt, bittet das Wasserwirtschaftsamt die Bevölkerung, die Absperrungen der Arbeitsbereiche strikt zu beachten.

Fledermäuse und
Vögel freuen sich

Durch die Pflegemaßnahmen können sich Höhlen und Spaltenstrukturen an den verbleibenden Bäumen entwickeln und von Vögeln oder Fledermäusen genutzt werden. Das stehende Totholz ist zudem Lebensraum und Nahrungsquelle von holzfressenden Käfern und Pilzen.

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