Kolbermoorer fahren ins Erdbebengebiet

von Redaktion

Kolbermoor – In Kolbermoor leben mehr als 800 Einwohner türkischer Herkunft. Die Kolbermoorer Aktionsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (afa) in der evangelischen Kirche, der türkischstämmige Kolbermoorer Bülent Tirmik und die Volkshochschule planten für den 13. März im Rathaus zur Ausstellung „Gesichter und Geschichten türkischer Kolbermoorer“ eigentlich eine Vernissage. „Es sollte ein Fest mit türkischer Musik und Speisen werden“, beschreibt Afa-Sprecherin Agathe Lehle. Nach dem katastrophalen Erdbeben in der Türkei steht danach aber keinem der Sinn. „Viele Kolbermoorer türkischer Herkunft sind in Trauer, weil sie Familienangehörige und Freunde verloren haben“, erklärt Lehle. Deshalb haben sich die Veranstalter dazu entschlossen, die Ausstellung auf Oktober zu verschieben. Gleichzeitig rufen sie und Bürgermeister Peter Kloo die Kolbermoorer zu Spenden auf. Diese werden momentan von Semira Bolat koordiniert. Wer helfen möchte, kann sie jederzeit unter der 0176/62793743 erreichen. Aber auch Agathe Lehle hilft bei der Koordination. Sie ist unter der 08031/95464 zu erreichen. Sachspenden, die derzeit an der Moschee im Aicherpark gesammelt werden, werden am Samstag unter anderem von Mechmet Bolat nach Antakya gebracht und dort den leidtragenden Familien persönlich übergeben. Die Großstadt Antakya im Südosten der Türkei ist eine der am schlimmsten betroffenen Städte.

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