Vereinsgemeinschaft feiert 407 Jahre

von Redaktion

Pullacher feiern Feste, so wie sie fallen – In diesem Jahr am 17. Juni gleich fünf in einem

Kolbermoor – Gehört man als Pullacher jetzt eher zu Kolbermoor oder zu Bad Aibling? Verwaltungstechnisch ist die Sache klar, aber vom Gefühl her? Bad Aibling liegt halt einfach gar so nah. Um auf Dauer nicht in eine Identitätskrise zu kommen, gibt es ein gutes Mittel: Man besinnt sich schlicht und einfach auf seine eigenen Werte, denn: Pullach ist Pullach. Punkt. Eine Möglichkeit, um dieses positive Selbstbewusstsein zu stärken, sind gemeinsame Feste, denn Essen und Trinken halten Leib und Seele zusammen, und gemeinsames Feiern stärkt die Dorfgemeinschaft. Klar also, dass der 17. Juni einer der Höhepunkte im diesjährigen Festkalender sein wird. An diesem Tag nämlich richten alle Pullacher Vereine gemeinsam ein Fest aus.

Runde und eckige Jubiläen addiert

Ein offizieller Anlass dafür war einfach zu finden, denn alle Vereine haben in diesem Jahr mehr oder weniger runde Jubiläen: Die Feuerwehr wird 135 Jahre alt, die Schützen kommen auf 115 Jahre, Trommler und Fußballer schauen jeweils auf 20 Jahre ihres Bestehens zurück. Nur der Rauchclub fällt aus diesem runden Reigen etwas heraus: Er wird heuer 117 Jahre alt. Und so feiern die Pullacher in diesem Jahr ganze 407 Jahre Vereinsgeschichte. Dabei könnten die Pullacher mit ganz anderen Fakten prahlen. Immerhin wurde das Wasserschloss Pullach schon vor 593 Jahren – also 1430 – erstmals urkundlich erwähnt, Kolbermoor hingegen erst vor 160 Jahren. Ein Problem sind die vielfältigen Jubiläen dieses Jahres nicht, geht es bei dem Fest doch sowieso gar nicht so sehr um die Vereine, sondern vielmehr um die Bürger. Jung und Alt, neuzugezogen oder alteingesessen, Vereinsmitglied oder nicht, Pullacher, Kolbermoorer oder Bad Aiblinger – sie alle sind eingeladen, um an diesem Samstag, 17. Juni, gemeinsam zu feiern, zu ratschen, zu essen und zu trinken, kurz sich bestens zu unterhalten. So ein großes Fest braucht natürlich entsprechend große Vorbereitung. Doch da hier vier Vereine gemeinsam anpacken, ist diese gut zu stemmen. Es ist ja auch beileibe nicht so, dass es das erste große Fest wäre. Die Pullacher haben durchaus Erfahrung und auch Kontakte, wissen genau, wo Hüpfburg und Kinderkarussell für den Nachmittag oder die Musik für den Abend herzubekommen sind. Deshalb seien die monatlichen Treffen der Vereinsvorstände, um die Vorbereitungen voranzutreiben, auch keine Stress-Veranstaltungen, meint Hermann Tutschka, der Ortskartellvorsitzende. Es gehe da vor allem darum, kein Detail zu vergessen, nicht zuletzt, was den nötigen bürokratischen Papierkram anbelangt und untereinander auszumachen, wer sich worum kümmert.

Nur Petrus ist noch nicht mit im Boot

Das Einzige, was die Runde vielleicht noch bräuchte, wäre ein erfahrener Wettermacher, denn wie groß der Erfolg des Festes wird, hängt nicht zuletzt vom Wetter am 17. Juni ab. Einen Ausweichtermin gibt es nicht, dafür finden um diese Jahreszeit einfach zu viele Feste in der ganzen Gegend statt. Man würde sich dann gegenseitig das Wasser, sprich die Besucher abgraben. So bleibt in diesem einen Punkt einfach das Prinzip Hoffnung, während alles andere bestens vorbereitet wurde und auch noch wird.

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