Vom Aufstieg bis zum Meistertitel

von Redaktion

Wie facettenreich das Angebot des SV-DJK Kolbermoor ist, wird stets bei der Jahreshauptversammlung des Gesamtvereins deutlich, wenn die Sparten einzeln Bilanz ziehen und zahlreiche sportliche Erfolge verkündet werden können.

Kolbermoor – Einen Großteil der Jahreshauptversammlung des SV-DJK Kolbermoor nahmen die Berichte der 13 Abteilungen ein, die in Facetten abbildeten, was unter dem Dach des Hauptvereins geleistet wird. Den Anfang machte für die Abteilung Aikido Jugendleiterin Tanja Heinzmann, die von einer langsam ansteigenden Mitgliederzahl insbesondere in der seit Januar neu aufgebauten Kinder- und Jugendgruppe berichten konnte. Im Oktober wird man das zehnjährige Jubiläum der Sparte mit einem internen Fest begehen.

Erfolge und Umbrüche zu verzeichnen

Schon länger im Geschäft ist man bei den Badmintonspielern, die im Punktspielbetrieb den dritten Rang erreichen konnten und auch in den Einzelwettkämpfen mit Erfolgen punkteten. Abteilungsleiterin Manuela Buchmeier wies auch auf die Freizeitspieler hin, die sich regelmäßig mit großem Spaß in der Turnhalle an der Pauline-Thoma-Schule treffen.

Große Umbrüche gab es in jüngster Vergangenheit in der Fußballabteilung: Denn nachdem der bisherige Abteilungsleiter Robert Straub vor einigen Wochen zurückgetreten war, lag die Leitung der Abteilung nun in den Händen seines Stellvertreters Markus Kurz, der auch vor der Versammlung berichtete. Er wird diese Aufgabe auch noch bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen 2024 weiterführen, unterstützt von einem großen Team in den Bereichen Jugendleitung, Kasse und Sponsoring.

Dabei gibt es viel zu tun, sind doch derzeit 230 aktive Spieler in 15 Mannschaften tätig, davon in den Bereichen von der G- bis zur C-Jugend gleich mehrere Teams. Die A- und B-Jugendlichen, die personell etwas schwächer besetzt sind, gehen zukünftig eine Spielgemeinschaft mit dem TuS Großkarolinenfeld ein. Die beiden Herrenmannschaften starten im kommenden Jahr wieder in der Kreisklasse beziehungsweise der B-Klasse, auch ist der Abteilung mit der Gewinnung des DFB-Stützpunktstatus ein regional beachteter Erfolg gelungen.

Auf Trainersuche befindet sich die Leichtathletikabteilung, wie deren Leiterin Marion Stachler mit einem Augenzwinkern mitteilen konnte. Aktuell ist man nämlich gut damit beschäftigt, die über 100 Leichtathleten zu trainieren und zu unterschiedlichen Wettkämpfen zu begleiten. Besonders hob Stachler den Lauftreff und den Lauf10! hervor, in dem sich Erwachsene mit dem Ziel zusammenfinden, die Distanz von zehn Kilometern als Anfänger oder Wiedereinsteiger zu meistern.

Kürzer sind zwar die Distanzen bei den BMX-Fahrern, jedoch war die Streckenführung im Startbereich der vereinseigenen Bahn an der Aiblinger Straße den gestiegenen internationalen Anforderungen nicht mehr gerecht worden. Kurzerhand entschied man sich, mit insbesondere technischer Unterstützung des städtischen Bauhofes, die Anlage durch einen Arbeitseinsatz von insgesamt 1700 ehrenamtlichen Arbeitsstunden selbst auf den neuesten Stand zu bringen. Die Fertigstellung erfolgte, wie Abteilungsleiter Alex Keil berichtete, gerade pünktlich zum traditionellen Trainingslager im Frühjahr. Ganz „nebenbei“ errangen die Radfahrer der Abteilung auch wieder einige nationale und internationale Erfolge.

Zufrieden sein können jedoch auch die Sportkegler unter Leitung von Claudia Warter, die der Versammlung den Aufstieg der ersten Herrenmannschaft in die Landesliga Süd vermelden konnte. Auch die Jugendmannschaft landete auf dem ersten Platz ihrer Spielklasse. Einige Kegler räumten auch bei den Einzelwettkämpfen buchstäblich ab und sicherten sich vordere Plätze. Zur offenen Stadtmeisterschaft, die an den ersten beiden Maiwochenenden stattfindet, lud Warter alle Interessierten herzlich ein.

Seinen letzten Bericht als Abteilungsleiter Taekwondo hielt anschließend Mark Fellinger, der neben den sportlichen Erfolgen besonders auf den wichtigen Breitensport hinwies. Die Turnhallen kämen mit 65 Kindern zunehmend an ihre Belastungsgrenze, dennoch konnten die Gürtelprüfungen und Trainingsabende erfolgreich durchgeführt werden. Gut besuchte Trainingscamps in Altmannstein und Madrid sowie gesellige Anlässe rundeten das Jahr für die Kampfsportkünstler ab.

Es folgte der Bericht der Tischtennisabteilung, an dessen Beginn mit der ersten Damenmannschaft das Aushängeschild des Vereins stand. Diese befindet sich derzeit in den Play offs zur deutschen Meisterschaft, laut Abteilungsleiter Michael Fuchs konnten einige Stammspielerinnen auch bereits für die nächste Saison verpflichtet werden. Ein Start der zweiten Damenmannschaft, aus der „Eigengewächse“ in Richtung erste Mannschaft abgegangen sind, ist derzeit allerdings fraglich.

Die acht Herrenmannschaften schlugen sich in ihren Klassen sehr solide, in der Bezirksklasse C wurde man sogar Meister. Der Jugendbetrieb stach vor allen Dingen durch das wieder unter großer Beteiligung der Kolbermoorer Grundschulen durchgeführte Schnupperprogramm hervor. An Einzelerfolgen waren einige Titel in bayerischen und sogar deutschen Meisterschaften zu verbuchen, Naomi Pranjkovic qualifizierte sich sogar für die U21-Europameisterschaft.

Wie auch schon einige Kollegen vor ihr, klagte auch Birgit Rummer für die Turner über zunehmende Kapazitätsprobleme, was angesichts der Mitgliederzahl von 700 – einem guten Viertel des gesamten Vereines – auch nicht verwunderlich ist. Dennoch bemüht sich das Team um die Abteilungsleiterinnen Sarah und Laura Krattenmacher redlich, allen Anmeldungen gerecht zu werden und in allen Altersklassen gesundheitsorientierten Sport anzubieten. Die Geräteturner und die Gruppe der rhythmischen Sportgymnastik nimmt darüber hinaus auch an Wettkämpfen teil.

Kursprogramm lockt Sportbegeisterte an

Gesellig geht es bei den Volleyballern zu, wie im Anschluss Pamela Oberrauch berichten konnte. In der Freizeitliga startete man mit zwei Mannschaften und maß sich im freundschaftlichen Wettkampf mit den Nachbarteams aus der Region. Im Mai startet auch wieder die Beach-Saison an der Pauline-Thoma-Schule.

Vereinsgeschäftsführerin Karin Maier berichtete abschließend vom Kursprogramm, das außerhalb der regulären Abteilungen stattfindet und eine Vielzahl Sportbegeisterter anlockt. Neben der privaten Ertüchtigung wird auch von den Krankenkassen finanzierter Rehasport angeboten. Nach diesen Berichten zeigte sich Vorstandssprecherin Sabine Balletshofer überzeugt, dass sich der Gesamtverein – in allen Abteilungen breit und aktiv aufgestellt – auch vor der Zukunft nicht fürchten braucht.

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