Kolbermoor – Vor gut einem Monat sorgte ein mysteriöser Fall zweier Brandstiftungen, die sich innerhalb von wenigen Tagen in Kolbermoor ereigneten, für Aufsehen.
In der Nacht auf Samstag, 20. Mai, hatte der Feuerteufel in einer Tiefgarage in der Conradtystraße erstmals zugeschlagen. Ein oder mehrere unbekannte Täter hatten versucht, an verschiedenen Stellen Dämmmaterial in Brand zu setzen. Der Schaden lag bei rund 15000 Euro. Wenige Tage später, in der Nacht auf Mittwoch, 24. Mai, wurde dieselbe Tiefgarage erneut zum Tatort.
Wieder wurde versucht, Teile des Gebäudes an mehreren Stellen anzuzünden. Hierdurch entstand ein großflächiger Sachschaden von rund 20000 Euro. Laut Polizei bildeten sich dabei vermutlich auch giftige Gase, wodurch zeitweise ein Betretungsverbot für die Tiefgarage angeordnet wurde. Das für Branddelikte zuständige Fachkommissariat 1 der Kriminalpolizei Rosenheim hatte daraufhin die Ermittlungen übernommen. Da das Gebäude gezielt innerhalb kürzester Zeit Tatort der Brandstiftungen geworden ist, hatte die Polizei ein besonderes Augenmerk auf die Tiefgarage gerichtet, verstärkt mit Streifenwagen Präsenz gezeigt und ihre Personenkontrollen intensiviert. Auch ein Zeugenaufruf wurde gestartet, doch trotz allem blieben weitere Erkenntnisse in den Folgetagen aus.
Nun, über vier Wochen nach den Vorfällen, die ernüchternde Erkenntnis: „Die Ermittlungen sind seit Kurzem abgeschlossen, sie haben nichts ergeben“, teilt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd auf Nachfrage der OVB-Heimatzeitungen mit. Weder anhand der Spuren am Tatort noch aufgrund von Zeugenaussagen habe sich ein Verdacht gegen einen oder mehrere Täter erhärten lassen, so der Polizeisprecher. Alleine auf den Zeugenaufruf der Polizei habe sich niemand gemeldet.
Kamerasystem
zur Überwachung
Laut Angaben des Polizeisprechers seien die Ermittlungen im Außenbereich, und gerade im Bereich von Brandstiftungen, generell oftmals schwierig und blieben gelegentlich ohne Ergebnisse.
„Natürlich werden die Eigentümer aber kriminalpolizeilich gebrieft, wir beraten sie, wie sie sich grundsätzlich am besten schützen können.“
Hierbei gehe es etwa um Vorkehrungen wie die Installation von Bewegungsmeldern oder Kamerasystemen zur Überwachung. Nicolas Bettinger