Kolbermoor – Hass, Missgunst und Unzufriedenheit verfinstern das Gemüt. Ein Gegenmittel dazu ist Licht, das flirrt und sich spiegelt, vor allem dann, wenn es das Ergebnis eines Gemeinschaftswerkes ist. Deshalb ist eine und sogar die erste Aktion, die die „No Hate Skulptur“ vor dem Rathaus in Kolbermoor begleitet, ein Lichter- oder Friedensnetz aus lauter kleinen reflektierenden Scheiben.
Die Ersten davon hängten die Mangfalltaler am gestrigen Montag im Rathauspark auf. Viele sollen noch folgen. Der nächste Termin, an dem weitere Scheiben aufgehängt werden, ist der 19. September, ab 18 Uhr. Da sind die Scheiben auch für 3,50 Euro zu bekommen. In der Zwischenzeit gibt es sie in der Stadtbücherei. Der Gewinn daraus geht auf ein Treuhandkonto der Stadt, auf dem alle Spenden gesammelt werden, die bei den Begleitveranstaltungen bis Oktober eingehen. Verwendet wird das Geld dann für soziale Projekte.
Wichtig aber ist der Ideengeberin der Aktion, der ehemaligen Kolbermoorer Pastoralreferentin Martina Mauder, wie auch Christian Poitsch vom Kultur- und Stadtmarketing vor allem eines: Nicht nur um die Spende einer Scheibe geht es, sondern auch darum, beim nächsten Aufhängen der Scheiben selbst dabei zu sein. Kolbermoor steht gemeinsam gegen Hass und Zwietracht zusammen, das ist das Signal, das auch von dieser Aktion ausgehen soll.jt