Kolbermoor – Bei der Eröffnungsfeier der Zwischenbiennale „No Hate“ Anfang August waren Vertreter aus Politik, Vereinen und der Kolbermoorer Kirchen anwesend. Pfarrer Maurus Scheurenbrand kam dort auf die spontane Idee, einen Ökumenischen Friedensmarsch zum „No Hate“-Mahnmal am Rathaus zu veranstalten. Die evangelische Pfarrerin Birgit Molnar nahm diese Idee sofort auf und sagte ihre Beteiligung zu.
Aus dem Bericht darüber im Mangfall-Boten erfuhren Elfriede Pauli, Mitglied im Geschäftsführenden Ausschuss des Katholisches Bildungswerk Rosenheim, und Christel Berger, Besitzerin der Friedensglocke aus dem Jahre 1916, vom Friedensmarsch in Kolbermoor.
Pauli beschäftigt sich schon seit Jahren mit Familiengeschichten um den Ersten Weltkrieg. 2018 organisierte sie die Ausstellung „100 Jahre Ende Erster Weltkrieg – Friede in Europa“ im Bildungswerk Rosenheim, bei der die Friedensglocke ausgestellt war. Sogar bei der internationalen Wallfahrt der Ministranten 2018 in Rom, in der Kirche St. Peter und Paul vor den Mauern, war diese Glocke auf dem Altar.
Die Stadtkirche Kolbermoor und die Evangelische Kreuzkirche Kolbermoor laden ein zu einem Friedensmarsch am Freitag, 25. August. Zur Abendmesse um 18.30 Uhr in Heilige Dreifaltigkeit wird die Friedensglocke schon auf dem Altar stehen.
Um 20 Uhr beginnt der Friedensmarsch mit einem kurzen Gebet in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit. Anschließend marschieren die Teilnehmer zum „No-Hate“-Friedensmahnmal. Dort erhalten alle kleine „Friedenstauben“ und haben die Gelegenheit, ihre Gedanken zur Frage „Was bedeutet Friede für mich“ darauf zu schreiben.