Impulse für mehr Leichtigkeit

von Redaktion

Kolbermoorer Autorin Melanie Binder erzählt in ihrem zweiten Buch alte Geschichten ganz neu

Kolbermoor – Ihr erstes Buch war innerhalb von drei Tagen ein Bestseller. Ihr zweites ist gerade erschienen, und „läuft wie am Schnürchen“. Innerhalb nur einer Woche ist es zum Amazon-Bestseller avanciert. Nach „365 Tagen Selbstliebe“ gibt Melanie Binder aus Kolbermoor nun Impulse für 52 glückliche Wochen. Sie erzählt alte Geschichten neu und lenkt dabei mit Anregungen zum Nachdenken den Fokus aufs Wesentliche. „Eine schöne Lektüre für den Abend, finde ich“, verspricht sie „Leichtigkeit und gute Gefühle“, denn: „Es gibt immer ein Happy End. Das ist mir wichtig.“

Sie weiß,
wovon sie spricht

Was sie mit ihren Anregungen für „Ein Leben voller Möglichkeiten“ bewirkt, spiegeln ihr die vielen Menschen, die sie in acht Jahren als selbstständige Therapeutin kennenlernen durfte, und die seitdem mit ihr verbunden sind – über ihren Blog, ihre Podcasts oder Whatsapp. Für alle hat die 40-Jährige an fast jedem Tag eine neue Inspiration, die sie in der Weihnachtszeit sogar als gefühlvollen – zwar nur verbalen, aber trotzdem süßen – Adventskalender verschickt. „Er geht ins Herz, aber nicht auf die Hüften“, sagt sie lachend.

Dabei schöpft sie ihre seelische Kraft aus den eigenen Lebenserfahrungen, die mit fundierten Ausbildungen gepaart sind. Sie weiß, wovon sie spricht. Sie spürt, welche kleinen oder großen Krisen ihre Klienten durchleben und hat die Gabe, es mit wenigen Worten auf den Punkt zu bringen.

Als Multitalent
auf der Überholspur

Melanie Binder ist ein Multitalent: Wirtschafts-Mediatorin, IHK-Ausbilderin, Aerobic Instructor, Diplombetriebswirtin und Digital Marketing Managerin. „Ich habe schnell eine steile Karriere gemacht, war permanent auf der Überholspur“, blickt sie fast entschuldigend auf ihre (ganz) jungen Jahre zurück. Doch genauso schnell kam auch der Cut. Sie war gerade 29 Jahre alt, ignorierte Schlafprobleme, Rücken- und Bauchschmerzen erfolgreich. „Bis ich eines morgens aufwachte und am ganzen Körper Ausschlag hatte“, erinnert sie sich. Die Ärzte dachten damals, die erfolgreiche Managerin habe sich auf ihren vielen Auslandsreisen mit einer unbekannten Seuche infiziert. Und so erlebte sie schon vor elf Jahren ihren persönlichen Lockdown. Hatte sie bis dahin „immer perfekt funktioniert“, war sie mit 29 Jahren plötzlich für das gewohnte schnelle Leben gesperrt: „Ich musste Maske tragen, war in Quarantäne, völlig isoliert“, beschreibt sie die Täler, die sie acht Monate lang durchschritt.

Persönlicher
Lockdown

Plötzlich war sie „einer Krankheit ausgeliefert“, für die kein Mediziner einen Namen hatte. Organische Ursachen ließen sich nicht finden. Dass die Haut der Spiegel der Seele ist und weint, wenn die Seele krank ist, begriff Melanie erst viel später. Sie musste lernen, ihre viele Energie – die sprichwörtlichen „Hummeln im Hintern“ – umzuwandeln, musste einen „neuen Takt“ im Leben einschlagen und einen Weg finden, zur Ruhe zu kommen.

Werkzeugkasten
voller Instrumente

Sie packte den unsichtbaren Rucksack aus, den sie seit 29 Jahren auf dem Rücken trug, schaute erstmals nach, womit sie ihn beladen hatte und hinterfragte sich: „Warum habe ich diesen Weg gewählt? Und was treibt mich eigentlich an?“ Mit Robert Betz, einem der bekanntesten psychologischen und spirituellen Lebenslehrer Deutschlands, fand sie den Weg zurück – in ein anderes, ein neues glückliches Leben.

„Ich habe meine alten Schuhe abgestreift und bei ihm eine Ausbildung zur Transformationstherapeutin gemacht“, erzählt sie. Mit weiteren Fortbildungen im Bereich Coaching, systemischer Aufstellungsarbeit, medialer Arbeit, „The Work“ nach Katie Byron oder Mental Coaching stärkte sie sich weiter. „Ich habe viel ausprobiert, nachgespürt, was es mit mir macht und so einen ganzen Werkzeugkasten zusammengestellt, der mir geholfen hat, und mit dem ich jetzt anderen Menschen helfen kann“, erzählt sie.

Magische
Momente

Seit acht Jahren hilft sie als Coach Menschen, „die spüren, dass etwas nicht mehr so richtig rundläuft“. Ihr „Erste-Hilfe-Ansatz“ hat bisher immer funktioniert: „Menschen in einem ersten Gespräch in ihrer persönlichen Situation so zu begleiten, dass sie gestärkt rausgehen können.“ Ihren eigenen „magic moment“ hat sie vor elf Jahren erlebt, als sie sich ihrer selbst bewusst wurde und begriff: „Ich muss niemandem etwas beweisen. Ich bin gut, so wie ich bin. Und wenn ich für mich sorge, tue ich auch anderen gut.“ In ihrer therapeutischen Praxis erlebt sie diese magischen Momente nun auch bei ihren Klienten immer wieder und spürt, dass sich die Menschen mit ihr wandeln.

Gemeinsame
Transformation

Anfangs waren es vor allem Führungskräfte mit Stress und Burnout, die zu ihr kamen, später vermehrt Frauen mit persönlichen Themen. Heute sind es auch viele Mütter. Und alle nimmt sie mit offenen Augen und Herzen mit auf die Suche nach dem größten Schatz – der eigenen Wertschätzung: Mit dem Wissen um die Stimme im Kopf, die bewertet. Mit dem Vertrauen auf die innere Stimme, die weiß, was Körper und Seele wirklich brauchen. Und mit dem Wunsch, die Gedanken ins Positive zu wandeln.

Ihre Gedanken und Inspirationen teilt Melanie Binder in ihrem Blog – mit allen, die sie online finden. Und so wurde mitten in der Corona-Krise auch ein Verlag auf Melanie Binder aufmerksam. „Ich wurde gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ein Buch über Selbstliebe zu schreiben“, erinnert sie sich. Aber eben keines von denen, die es schon tausendfach gab, sondern eines, das den Lesern hilft, die Theorie auch in ihrem Alltag umzusetzen. „365 Tage Selbstliebe“ wurde über Nacht zum Bestseller. Und Melanie Binder wurde klar: „Ich hinterlasse eine Spur auf dieser Welt: Mein Gedanken in einem Buch, das mein Sohn und meine Enkel eines Tages lesen werden.“ Zugleich ist es ein Spiegel ihrer Arbeit, denn mit „einer liebevolle Erinnerung daran, dass wir alles in uns tragen, was wir zum Glücklichsein brauchen, beginnt der Wandel vom verunsicherten zum (selbst)bewussten, glücklichen Menschen.“

Denen gewidmet, die
es in der Hand halten

Ein Buch widme man den Menschen, die einem besonders wichtig sind, hat Melanie Binder ihrem Sohn Samuel erklärt. Mit vier Jahre kann er das jetzt schon verstehen. Deshalb widmete die Autorin ihr erstes Buch noch „den Menschen, die es in der Hand halten“ und das zweite Buch nun ihrem Sohn. Er hat sich eine Geschichte über Wölfe gewünscht und diese auch bekommen: „Dabei geht es darum, wen man mit seiner Lebensenergie nährt – den Wolf des Lichtes oder der Dunkelheit“, verrät Melanie Binder.

Energie gut einteilen,
Auszeiten einplanen

Sie selbst teilt ihre Energie jetzt ganz bewusst ein: für Samuel, ihren Mann, die Freunde, die Arbeit, das Schreiben und natürlich für sich selbst. Sie hat gelernt, in ihren Alltag wichtige Auszeiten einzubauen. Ihre Lieblingsplätze, um „das Hirn zu lüften“ und in Balance zu bleiben, hat sie in der Natur gefunden – beispielsweise an der Mangfall oder im Spinnereipark in Kolbermoor.

„Ich gebe Impulse für gute Gefühle und Leichtigkeit, möchte die Augen öffnen für die vielen Möglichkeiten, die das Leben uns mit jedem neuen Tag eröffnet“, beschreibt sie den Wunsch, den sie mit ihrem Buch verbindet und macht neugierig, denn: „Eine Geschichte bewirkt mehr, als man denkt.“

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