Kolbermoor – Bürgermeister Peter Kloo stellte es in seinem Grußwort als Schirmherr des neuen Hauses klar: „Für Kolbermoor war es wichtig, in einem großflächigen Wohngebiet mit später einmal über 300 Wohnungen einen bedeutenden sozialen Punkt zu setzen. Diese unbedingte Vorgabe ist mit dem ,Seniorenzentrum Conradtypark, das heute seiner Bestimmung übergeben wird, großartig erfüllt.“
Viele Bewohner dieser neuen Heimat, ihre Angehörigen, Besucher und Freunde waren der Einladung der Familie Böhm gefolgt und füllten bei wunderbarem Herbstwetter den neuen Garten. Sie erlebten eine unaufgeregte und gemütliche Einweihungsfeier mit kulinarischer und musikalischer Begleitung.
Das Haus ist unter anderem auch ein Zusammenschluss der Pflegeeinrichtung in Nußdorf, die wegen fehlenden Personals schloss, und dem „Haus Mangfall“ in Kolbermoor.
Wie weitsichtig die Chefetage hier gehandelt habe, wird deutlich an der Innenausrichtung des in vier Betreuungsebenen gegliederte Gebäudes, das die stattliche Zahl von 95 Bewohnern aufnehmen kann. Es wurde laut Josef Böhm Wert darauf gelegt, dass die bisherigen Heimbewohner ihre Nachbarinnen und Nachbarn, insbesondere aber das gewohnte Pflegepersonal, behalten konnten.
Die Heimaufsicht unter Michael Schwägerl, eine unermüdliche Gabriele Bayer als Heimfürsprecherin und nicht zuletzt die umsichtigen Bauträger Florian und Sebastian Behrend, die mit ihrer Firma den Grundstock für eine sinnvolle und pflegegerechte Architektur legten, waren hier die Eckpfeiler des Gelingens. Als Ehrengäste des Nachmittags wurden sie besonders begrüßt.
Dank galt aber auch Christian Eissing von „Alpina Immobilien“ und dem Computerprofi Klaus Bürting, die beide viel Verwaltungsaufwand zu bewältigen hatten.
Für ihr zukünftiges Handeln und Tun erbat die Heimleitung auch den ökumenischen Segen für eine hoffnungsvolle Zukunft.
Kirchlicher Segen für
das künftige Wirken
Pfarrerin Susanne Franke und Diakon Matthias Mitlöhner spendeten den Segen, zitierten Sätze des Apostels Paulus und des Papstes Franziskus, wonach gerade Gemeinschaften auf gegenseitige Rücksichtnahme und Fürsorge bedacht sein sollten und die Grundlagen des Zusammenlebens der Generationen von Nächstenliebe und Achtsamkeit ihr Handeln prägen müssten.
Vier Wohnbereiche mit überwiegend Einzelzimmern und Wohnküchen je Etage für therapeutisches Kochen (neben der großen Zentralküche) sorgen für eine entspannte Atmosphäre. Durch die Südausrichtung hin zum Kanal kann in vielen Hochbeeten so manches „grüne Händchen“ der Heimbewohner seine Spuren hinterlassen. Ganz besonders dankte Sonja Böhm ihren Mitarbeitern und Pflegekräften, die viele Jahre in Loyalität und mit großem Einsatz zu den Einrichtungen gestanden hätten und mehr denn je an diesem Wendepunkt des Hauses zusammenstünden.
Die Philosophie des Seniorenzentrums war allseits spürbar: „Wir wollen die Menschen, die sich uns selbst anvertraut haben oder uns anvertraut wurden, in Freud und Leid in guten wie in schlechten Tagen meist bis an ihr Lebensende begleiten und die Sorgen und Nöte ihrer Familien und Verwandten gleichfalls in den Mittelpunkt unserer Arbeit stellen.“