Eine „kostbare Perle“ für die Kapelle

von Redaktion

Kirchengemeinde Hl. Bruder Konrad feiert Weihefest in Kolbermoor

Kolbermoor – Nach anderthalb Jahren Planungs- und Bauzeit hat auch die Kapelle des Hl. Bruder Konrad am Glasberg einen Turm als Wahrzeichen und Erkennungsmerkmal. Für die Realisierung bedurfte es eines echten „Fingerspitzengefühls“, denn in den Plänen waren mehrere Bau- und Renovierungsprojekte entworfen worden, deren Umsetzung nach und nach angegangen wurde.

Zuerst der Kapellenweg mit schmiedeeisernem Eingangstor, der Doppelaltar und später an der Nordfassade der Kapelle ein Bild des betenden Bruders Konrad aus Parzham in klassischer Lüftlmalerei. Der Turm ist im wahrsten Sinne des Wortes der Höhepunkt der Maßnahmen. Fast alle Arbeiten wurden von regionalen Handwerkern verrichtet. Einige von ihnen wohnten der Turmsegnung am Kirchweihsonntag bei. Pater Jaromír Kuírek, der den Turmbau initiiert und betreut hatte, leitete die Zeremonie, die vom Chor und Instrumentalensemble sowie dem Kinderchor der Gemeinde musikalisch umrahmt wurde. In seiner Predigt verglich er den Kapellenturm in Kolbermoor mit einer kostbaren Perle und ging mit Querverweisen auf Kunstgeschichte und Bibel auf den tieferen Sinn eines katholischen Kirchenturms ein. Dieser sei Wach- und Leuchtturm und strahle immer zugleich nach innen und nach außen aus. Er führe im Vertrauen auf Gott in den Himmel. Nie dürfe ein Turm aber aus bloßer menschlicher Arroganz heraus gebaut werden, wie der alttestamentliche Turm zu Babel.

Der Zelebrant nahm auch die im Freien stattfindende Turmsegnung vor. Bei der anschließenden Gemeindefeier begrüßte der neue, für die Kolbermoorer Kapelle verantwortliche Priester, Pater Franz Amberger, Landrat Otto Lederer und dankte im Namen der Priesterbruderschaft Sankt Pius X. und der Gemeinde für den Besuch. Lederer gratulierte den vielen Gläubigen zum neuen Bauwerk und wies auf die Orientierung stiftende Kraft dieses Wahrzeichens für viele Menschen im Landkreis hin. Der Bau, so Lederer, stelle auch eine beachtliche Maßnahme zur Stadtverschönerung dar.

Bei Musik und Brotzeit klang das Weihefest dann aus.

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