Bad Aibling – Eine ganze Woche war der beliebte Kurpark gesperrt, ein außergewöhnlicher Zustand für die Bürger und Gäste der Stadt. Nach den massiven Schneefällen am Samstag, 2. Dezember, sah sich die Verwaltung gezwungen, ein Betretungsverbot für den gesamten Bereich zu verhängen und dieses über den Dienstag hinaus zu verlängern. In dieser Zeit nahmen der Bauhof mit seinem Leiter Josef Feuersinger, dessen Stellvertreter Stadtgärtnermeister Andreas Arnold und ein Baumpfleger die Gefahrenquellen unter die Lupe und beseitigten diese in einem großen Kraftakt.
Gestern waren sie bei strahlendem Sonnenschein noch damit beschäftigt, das Holz beiseitezuschaffen und die Wege weiter von Schnee zu befreien. Währenddessen kam aus der Stadtverwaltung die Nachricht, dass das Betretungsverbot des Kurparks am heutigen Freitagmorgen um 8 Uhr endet. „Die Hauptverkehrswege, die geräumten Wege und das Christkindlmarktgelände sind dann auf alle Fälle wieder gefahrlos zu nutzen“, so Ordnungsamtsleiter Martin Haas gegenüber dem OVB. Für Stadtgärtnermeister Andreas Arnold sind Ruhepausen derzeit besonders rar. Schon am Sonntag war er zusammen mit Bauhofleiter Josef Feuersinger und einem Baumpfleger im Kurpark zu einer ersten Begehung zwischen umgestürzten Bäumen und herabgefallenen Ästen. Die Schäden am Bestand sind groß. Allein in der Innenstadt haben sie das Ausmaß der Schäden erfasst, die die vorangegangenen vier bis fünf Stürme in diesem Jahr im gesamten Stadtgebiet verursacht hatten. Mit den Arbeiten werden Bauhof- und Stadtgärtnereimitarbeiter noch lange beschäftigt sein.
Bürgermeister Stephan Schlier und Ordnungsamtsleiter Martin Haas loben den Einsatz der Beschäftigten: „Sie sind bis über die Grenzen der Belastungsfähigkeit gegangen, haben nach dem Schneefall die Hauptverkehrswege geräumt, dann die Nebenstraßen, waren im Kurpark, am Friedhof, an der Therme und vielen anderen Bereichen beschäftigt, beseitigten die Schäden und die Schneehaufen“, loben die beiden. „Es war zeitweise fast Unmenschliches, was sie geleistet haben, während manche Zeitgenossen nichts anderes zu tun hatten, als sich über noch nicht geräumte Bereiche oder den abgesperrten Kurpark zu beschweren. Die Belegschaft war seit Samstag rund um die Uhr im Einsatz. Mit den vorgeschriebenen Ruhepausen dazwischen, aber dann waren sie sofort wieder parat. Das hat den größten Respekt verdient, davor kann man nur den Hut ziehen“, so Haas.
Dass nun alles bereit für den Christkindlmarkt am zweiten Adventswochenende ist, freut nicht nur die Leiterin des Stadtmarketings, Teresa Jancso. Auch Schlier stimmt mit ein: „Ich kann wirklich nur ganz stark die Werbetrommel rühren, dass ganz viele Leute kommen. Die Wege und das Christkindlmarktgelände sind sicher. Doch werden die Besucher dringend aufgefordert, auf den Wegen zu bleiben.“ Geöffnet ist der Markt freitags und samstags von 15 bis 22 Uhr und sonntags von 13 bis 22 Uhr.
Zwar ist die Beleuchtung im Moment nicht mehr komplett, nachdem zwei Bäume, an denen sie befestigt war, umgestürzt sind, doch sind sich die Verantwortlichen sicher, dass dies weder die Stimmung noch die Sicherheit beeinträchtigen wird. Das Krippenspiel der Wilhelm-Leibl-Realschule muss krankheitsbedingt auf Samstag, 16. Dezember, verschoben werden. Um für die beiden ausgefallenen Markttage zu entschädigen, wird laut Schlier gerade noch abgefragt, ob bei den Standbetreibern Interesse besteht, diese vom 27. bis 29. Dezember nachzuholen.