Kolbermoor – 2019 hat die Akademie der Bildenden Künste Kolbermoor den Supermarkt der Kunst ins Leben gerufen. Eine Verkaufsausstellung mit günstigen Preisen, die das Ziel verfolgt, ein neues Publikum zu erreichen. Wie Anna Eisner, Geschäftsführerin der Akademie, mitteilt, ähnelt das Konzept dem Ablauf eines Supermarktes: Die Kunstwerke dürfen von der Wand genommen und zur Kasse getragen werden.
84 Künstler und über
155 verkaufte Werke
Am Wochenende war es nach zwei Jahren Pause wieder so weit. Diesmal beteiligten sich 84 Künstler an der Veranstaltung. Die Teilnahme war Studenten und Alumni der Akademie vorbehalten. „Ausgewählt wurden die Werke nicht von uns, sondern es war den Studenten überlassen, welche Werke sie ausstellen möchten. Jeder darf fünf Werke zur Hängung liefern und fünf zur Auslage“, so Eisner. Die Preise für die Kunstwerke dürfen 500 Euro nicht überschreiten, wobei die günstigsten Papierarbeiten bereits für 30 Euro erhältlich sind. Die Ausstellung bot eine breite Palette von Leinwandarbeiten, Papierarbeiten und Skulpturen. Dank der sogenannten Petersburger Hängung konnten zwischen 300 und 450 Werke aufgehängt und ebenso viele Arbeiten ausgestellt werden.
Wie bereits im Jahr 2021 konnten auch dieses Mal über 155 Werke verkauft werden. Oft melden sich im Nachgang noch Interessenten, die auf die Bilder über Fotos aufmerksam geworden sind oder ein bestimmtes Werk nicht vergessen können. Diese werden ebenfalls noch bedient oder mit dem Künstler in Kontakt gebracht. „Die glücklichen Gesichter der Besucher, die mit Leinwänden unter den Armen aus der Akademie kommen, und die Freude der Studenten über ihre Verkäufe ist das, was uns anhält, diese Veranstaltung fortzusetzen“, so Eisner. Die Reaktionen der Käufer zeigen, dass bei dieser großen Auswahl und Vielfalt jeder etwas finden kann, das seinem Geschmack und Geldbeutel entspricht. Hinter dem Erfolg der vergangenen Jahre steckt aber auch ein großer Aufwand. Im Vorfeld muss die Auszeichnung der Werke aller angemeldeten Aussteller vorbereitet werden, sodass bei Anlieferung die Bilder gleich ausgezeichnet werden können. Danach beginnt die Hängung der Werke, dieses Jahr waren das rund 420 und ebenso viele Auslagen.
Viele fleißige Helfer
sorgen für den Ablauf
Am Supermarkt-Tag selbst braucht es ein Team für die Abrechnung an den Kassen und eine Verpackungsstation. Das ist neben dem normalen Kurs- und Studienbetrieb und gleichzeitiger Vorbereitung der Dozentenausstellung im Januar nicht unerheblich viel Arbeit für ein kleines Team. Trotz aller Mühen wird es den Supermarkt der Kunst weiterhin im Zwei-Jahres-Rhythmus, voraussichtlich also auch 2025 wieder geben.