Kolbermoor zählt (auf) Radfahrer

von Redaktion

Zählstelle am Rathaus registriert 236542 Radler in neun Monaten

Kolbermoor – Durchschnittlich 851 Radelnde pro Tag, werktags sogar 924 Personen passieren die Fahrradzählstelle an der belebten Fahrradroute Friedrich-Ebert-Straße direkt hinter dem Rathaus. Sie ging am 30. März 2023 ans Netz und zählte bis zum 31. Dezember insgesamt 236542 Radelnde. Die Fahrradzählstelle erfasst auch die Zahl der Radler, die Richtung und Uhrzeit. Die Erfassung der Räder erfolgt mit Induktionsschleifen, die unter dem Asphalt verlegt sind. Analysiert werden unter anderem auch die Einflüsse durch Jahreszeit und Wetter, aber auch die gesamte Entwicklung des Radverkehrs.

Wie Mobilitätsmanagerin Veronika Winkler im Jahresrückblick auswertet, sind deutliche Spitzen an den Werktagen vor allem morgens zwischen 7 und 8 Uhr sowie abends zwischen 16 und 18 Uhr festzustellen. Am Wochenende wird die Strecke zwischen 10 und 16 Uhr am häufigsten befahren. Der Rekord wurde am Montag, 31. Juli, aufgestellt, als 1670 Radelnde die Zählstelle passierten. „Die Anzeige verdeutlicht auch, welchen hohen Beitrag das Radfahren zum Klimaschutz leistet“, erläutert Veronika Winkler. Die über 250000 Radfahrer, die die Friedrich-Ebert-Straße inzwischen passierten, sparten gegenüber entsprechenden Autofahrten knapp 150 Tonnen CO2 ein. „Ziel der Anzeige ist es natürlich auch, die vorbeifahrenden Radfahrer zu motivieren und ihnen zu zeigen, dass sie etwas wert sind, dass man sie nicht nur zählt, sondern auch auf sie zählt“, betont Winkler. Das Radzähldisplay wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr als Geschenk zur Auszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ bezuschusst.

Vom Radfahren profitieren aber nicht nur die, die darauf sitzen, sondern auch die Gesamtstadt, denn das Fahrrad produziert weder Lärm noch Abgase und benötigt nicht viel Platz.

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