Kolbermoor – Versprechen gehalten: Am 11. April fand im Mareissaal eine Informationsveranstaltung statt, in der den betroffenen Bürgern das Planungskonzept für eine neue zentrale Fahrradstraße, die sogenannte Hauptroute 1, vorgestellt wurde (wir berichteten). Bei dieser Veranstaltung wurde von den Bürgern eine Änderung der Route in ihrem nördlichen Abschnitt ins Spiel gebracht: Statt über die Heufeldstraße sollte die Obere Mangfallstraße über die Breitensteinstraße erreicht werden.
Alternative
wird überprüft
Die Argumente, die für diese Verlegung vorgebracht wurden, fand Bürgermeister Kloo in ihrer Summe überlegenswert. Es ging dabei unter anderem um die Meinung der Anlieger, dass in der Breitensteinstraße weniger Bürger betroffen wären als in der Heufeldstraße. Diese hätten zudem mehr Möglichkeiten, ihr Fahrzeug auf dem eigenen Grundstück abzustellen. Der Verlust von einigen Straßenparkplätzen sei dort also leichter zu verkraften als in der Heubergstraße. Bürgermeister Kloo sicherte den Anwesenden deshalb zu, dass der nördliche Abschnitt hinsichtlich der möglichen Alternative über die Breitensteinstraße noch einmal geprüft werde – gründlich und ergebnisoffen. Die Voraussetzungen, um dieses Versprechen halten zu können, sind nun geschaffen: Der Stadtrat wurde in seiner vergangenen Sitzung von der Verwaltung gebeten, den Baubeschluss für die Fahrradroute 1 zunächst nur für den südlichen Abschnitt zu fassen. Dieser umfasst die Strecke von der Wilhelm-Zerr-Straße über die Sepp-Straßberger-Straße und Albert-Schalper-Straße bis zur Unterführung unter der Staatsstraße.
Der Stadtrat folgte dem Vorschlag der Verwaltung einstimmig. Damit können für diesen Abschnitt nun die entsprechenden Bauarbeiten ausgeschrieben werden. Ein Vergabebeschluss des Stadtrates ist für eine der kommenden Sitzungen zu erwarten, sodass ein Baubeginn noch im Juli realistisch erscheint.
Für den nördlichen Teil ist durch die Trennung der Gesamtmaßnahme aber nun die Zeit gewonnen, um eine mögliche Routenführung über die Breitensteinstraße durchzuplanen und dann die beiden Varianten in ihrem jeweiligen Für und Wider einander gegenüberzustellen. Der Stadtrat kann dann auf dieser Basis einen Beschluss für die eine oder andere Variante fassen. Über die vom Stadtrat präferierte Planung sollen die Bürger dann noch einmal in einer Informationsveranstaltung informiert werden.
Baubeginn Nordteil
verschiebt sich
Der Baubeginn für den nördlichen Teil wird sich damit bis ins Frühjahr 2025 beziehungsweise den Frühsommer verschieben. Vor allem die Markierungen – Seitenstreifen und an einzelnen Stellen eine durchgängige Rotfärbung der Fahrbahn – können nur bei frostfreier und halbwegs trockener Witterung durchgeführt werden.
Ab Mitte 2025 wird es dann eine sichere und schnelle Nord-Süd-Verbindung geben, die nur eine einzige Engstelle haben wird, die Unterführung unter der Staatsstraße. Diese vor allem zu verbreitern ist geplant. Auf den Zeithorizont hat die Stadt, weil hier eine Staatsstraße betroffen ist, keinen Einfluss.