Kolbermoorer Frauen zeigen Flagge

von Redaktion

Verein lässt Fahne weihen – Segen auch für die Gemeinschaft

Kolbermoor – Fast genau zwei Jahre nach der Vereinsgründung, am 8. März 2022, konnten die Kolbermoorer Frauen ihre neue Fahne weihen lassen. Ein seltenes Ereignis in Kolbermoor, zu dem sich eine halbe Stunde vor dem Festgottesdienst zahlreiche Fahnenabordnungen der Kolbermoorer Vereine vor der Kirche Heilige Dreifaltigkeit versammelten. Auch eine Abordnung vom Frauenbund aus der Nachbarstadt Bad Aibling erwies den „Faschingsfreundinnen aus Kolbermoor“ die Ehre und kam mit ihrer Fahne.

Gerade bei kirchlichen oder weltlichen Festen ist es eine schöne Tradition, hinter der Fahne zu gehen. Auch wird sie sich beim Abschied von Mitgliedern über dem Grab senken.

Glaube, Liebe und
Hoffnung als Motto

In einem stimmungsvollen Gottesdienst, den Stadtpfarrer Maurus Scheurenbrand in der voll besetzten Kirche zelebrierte, musikalisch begleitet von einer Lobpreisband, wurde die neue Fahne feierlich geweiht. „Fahnen sind Zeichen der Gemeinschaft“, betonte Pfarrer Scheurenbrand in seiner Predigt. „Die Segnung gilt nicht nur einem leblosen Gegenstand, sondern lebendigen Menschen, die sich zu einem gemeinsamen Ideal bekennen“. Und er fügte hinzu: „Eure gemeinsame Aufgabe, euer Logo sozusagen, steht deutlich auf der Fahne geschrieben. Glaube – Liebe – Hoffnung. Ein Zitat des Apostels Paulus: „Bei allem gilt Glaube, Hoffnung, Liebe, das größte unter ihnen ist die Liebe“. Der Segen wurde nicht nur für die Fahne, sondern für die Gemeinschaft der Kolbermoorer Frauen erbeten. Pfarrer Scheurenbrand wies auch auf die Offenheit des neuen Vereins hin. Die Kolbermoorer Frauen haben kein „K“, kein „C“ und kein „S“ in ihrem Vereinsnamen. Sie sind offen für alle Frauen, unabhängig von politischen oder religiösen Auffassungen.

Der anschließende Empfang, zu dem alle Teilnehmer eingeladen waren, bot Gelegenheit für positive Rückmeldungen. Ein Besucher lobte den Verein als einen der jüngsten und vielleicht auch schönsten in der Region. Mit fast 90 Mitgliedern in so kurzer Zeit sei der Verein bemerkenswert. „Es wird einfach die Liebe, Freude und frohe Gemeinschaft gelebt“, so der Besucher.

Das abwechslungsreiche Programm des Vereins reicht von gemeinsamen Aktivitäten bis hin zu sozialem Engagement. Neben dem Motto, das auf der Fahne steht, wollen die Frauen auch das beherzigen, was im Hohelied steht: „Steh auf du Kostbare und lebe deine Schönheit!“ Das zeigt auch die goldene Lilie oben auf der Fahnenstange. Die Kolbermoorer Frauen wollen eine Gemeinschaft sein, in der jeder, wie er kann und will, sich einbringt. Sie wollen auch über den Tellerrand hinausschauen und sich für andere einsetzen. Die Vision von Glaube – Liebe – Hoffnung haben sie sich im wahrsten Sinne des Wortes auf die Fahne geschrieben.

In einer Zeit, in der vieles infrage gestellt wird und auch verloren geht, wollen die Kolbermoorer Frauen ein Zeichen setzen und für ein Frauenbild einstehen, das von Liebe, Schönheit und Kostbarkeit geprägt ist.

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