Kolbermoor – Herrlicher hätte der Vatertag auf dem Anwesen beim Redl in der Schwaig in Kolbermoor gar nicht sein können. Auf dem Programm stand an diesem Tag ein Familientag mit großem Oldtimertreffen und einer ganzen Reihe anderer Attraktionen für die Großen und Kleinen.
Zufrieden waren Andreas und Franz Redl, die ganz im Sinne von Sepp Spielvogel die inzwischen zehnte Veranstaltung ihrer Art organisierten und zusammen mit Mitgliedern vom Trachtenverein GTEV „Immergrün“ Kolbermoor durchführten. Wertvolle Unterstützung in Sachen Verkehr und Parkplatzeinweisung leisteten dabei souverän Mitglieder Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor.
Auch das Wetter
machte noch mit
Für jede Menge Falten auf der Stirn hatte in diesem Jahr zunächst noch die Witterung mit Regen in den Morgenstunden gesorgt. Doch kaum hatte sich dieser verzogen, nahmen zahlreiche Sammler und Oldtimerfreunde aus der gesamten Region die Gelegenheit beim Schopf, ihre historischen Fahrzeuge mit einer Ausfahrt in Richtung Schwaig zu bewegen. Etwa Daniel Schallner aus Rosenheim, der mit ein paar Freunden seinen 15-PS-starken „Fahr“ aus dem Jahr 1951 in die Reihe gleichgesinnter Bulldogklassiker wie Eicher, Fendt, IHC-International, MAN Porsche, Schlüter und anderen Zugmaschinen lenkte.
Echte Hingucker waren heuer ebenso einst reparaturfreundliche Autos, Motorräder, Mopeds und diverse Schnauferl sowie ansehnliche Erntemaschinen, die sich von ihrer schönsten Seite der Öffentlichkeit präsentierten und dabei manchen vierrädrigen Elektro-Jungspund am entfernt gelegenen Parkplatz im übertragenen Sinn vor Neid erblassen ließen.
Ihre stolzen Besitzer und Oldtimerfreunde hatten ihre treuen Lieblinge aus dem letzten Jahrhundert für jeden erkennbar mit Hingabe und Leidenschaft aufpoliert und gepflegt.
Darunter waren auch Heinz Marx und Tobias Mayer, deren „MAN 2K3“, Baujahr 1960 und ein „ICH 523“, Baujahr 1967, beide im unverwüstlichen Zustand, tatsächlich noch bis heute aktiv ihren Dienst verrichten.
Die bei diesem Oldtimertreffen gezeigten Exponate verfehlten ihre magische Wirkung auch bei den ganz jungen Besuchern nicht, denen mancher Besitzer im Beisein eines faszinierten Vater das Aufsitzen auf den Traktor gestattete und die sich anschließend ausgiebig bei den angebotenen weiteren Attraktionen amüsierten.
Vom Pony bis
zum Tretbulldog
Dazu gehörten Ponys, die sich wie immer über Streicheleinheiten freuten, eine Hüpfburg aus Strohballen, das kreative Bemalen von Hufeisen oder natürlich der stets belagerte Tretbulldog-Parcours. Applaus gab es für Auftritte der Kinder- und Jugendgruppe des Trachtenvereins, deren Goaßlschnoizer neugierige Besucher zu einer Schnupper-Goaßl-Probe ermunterten.