Kolbermoor – Am Mittwoch, 28. Juni, war Pfarrer Bodo Windolf aus München-Neuperlach mit seinem Vortrag im Pfarrheim Hl. Dreifaltigkeit zu Gast in der Stadtkirche Kolbermoor. Das Thema seines Vortrags bewegte die Menschen augenscheinlich stark, nicht nur im Kontext des Synodalen Wegs der katholischen Kirche in Deutschland, denn das Pfarrheim war trotz Hitze und Mückenplage mit fast 60 Besuchern gut besucht.
Pfarrer Windolf legte ausgehend von wichtigen Bibelstellen des Alten und Neuen Testaments die Grundlagen und die Entwicklung des Priesteramtes dar. Er bezeichnete Jesus Christus als Teamplayer, der viele Frauen und Männer um sich geschart hat. Zu seinem engsten Mitarbeiterstab erwählte er sich zwölf Männer ganz unterschiedlicher Charaktere, Berufe und Bildungsstand. Diesen gab er den Auftrag, sein Werk weiterzuführen und immer wieder durch Handauflegung und Gebet geeignete Kandidaten hinzuzuwählen.
In seinem Vortrag, der immer wieder durch Fragen und Anmerkungen bereichert wurde, fehlten auch persönliche Worte nicht. Pfarrer Windolf betonte, dass er in seinen über 30 Jahren als Priester diese Entscheidung nicht einmal bereut habe. Priestern sei ein besonderes Amt aufgetragen, sie handelten am Altar in der Person Christi. Dies bedeute jedoch nicht, dass sie vor Gott mehr gelten würden als Nicht-Priester, so der Referent.
Auch das strittige Thema Zölibat und Priesterweihe für pastorale Mitarbeiter wurde nicht ausgelassen. Von Zwangszölibat könne keine Rede sein, denn jeder wisse, der sich für den Priesterberuf vorbereite, dass zu diesem Amt ein zölibatäres Leben dazugehöre. Ebenso wisse jeder pastorale Mitarbeiter vor dem Studium, dass er bestimmte Aufgaben, wie das Vorstehen bei der Eucharistie, nicht ausführen könne.
Der Vortrag schloss mit einem Gebet und dem Segen des Referenten ab.