Mit Zeichenstift und Hammer aktiv

von Redaktion

Jungschmiedetreffen ab Montag erstmals in Kolbermoor – Biennale ab Donnerstag

Kolbermoor – Von vielen regelrecht herbeigesehnt, startet Anfang August wieder die Schmiede-Biennale im Herzen von Kolbermoor. Während die Ausstellung der Schweizer Teilnehmer heuer schon ab Juni der Vorbote für das Treffen der Handwerker und Künstler war, bildet das Jungschmiedetreffen des Internationalen Fachverbands Gestaltender Schmiede (IFGS) nun die unmittelbare Vorhut der beliebten zweijährlichen Veranstaltung.

Dieses findet heuer zum ersten Mal in der Mangfallstadt statt und hat sich in der jüngeren Vergangenheit bereits als ein bedeutendes Event für junge Schmiede etabliert.

Das Treffen 2024, das in Kolbermoor der Biennale von Montag, 29. Juli, bis Donnerstag, 1. August, vorgeschaltet wird, verspricht ein weiterer Höhepunkt für alle jungen Schmiede zu werden. Sie präsentieren sich dabei sogar erstmals in der Öffentlichkeit.

So viele Teilnehmer
wie noch nie zuvor

Über 30 Teilnehmer – so viele wie nie zuvor – stellen auch für das stresserprobte Orga-Team eine neue Herausforderung dar, wie Initiator und Chef-Organisator Peter Elgaß erklärt. Doch auch die Stadt Kolbermoor unterstützt das Team dabei tatkräftig. „Das geschieht nicht ganz ohne Hintergedanken“, wie Peter Elgaß verrät. Denn frisches Blut im altbewährten Team, das nun seit knapp 30 Jahren fast unverändert tätig ist, wäre wünschenswert, betont der Immenstädter, der seit der ersten Kolbermoorer Biennale 1996 mit am Start ist. Er hofft: „Vielleicht findet der eine oder andere Jungschmied in diesen vier Tagen Gefallen und bleibt auch für die Biennale selbst und für die vielfältigen Aufgaben im Orga-Team dabei.“ Das Treffen der Jungschmiede fand bisher viermal statt und führte die Teilnehmer an bemerkenswerte Orte: auf den Hohen List im Pfälzer Wald, zum Eisenhammer Hasloch, in die Stadt Dinkelsbühl und zum LWL-Freilichtmuseum in Hagen. „Die Treffen boten und bieten eine hervorragende Gelegenheit für Anfänger, Lehrlinge und junge Gesellen, sich kennenzulernen und voneinander zu lernen“, erklärt Peter Elgaß.

Das Jungschmiedetreffen eröffne dem schmiedischen Nachwuchs die Gelegenheit, über die klassische Lehre und das duale Schulsystem hinaus, internationale Kontakte zu schließen und weiter zu pflegen. Junge Schmiede aus insgesamt fünf Ländern werden ihm zufolge in Kolbermoor zum Thema „Zeichen, Schrift und Zahlen“ theoretische und praktische Übungen machen. Der zeichnerische Part findet am Montag, 29. Juli, im Mareis-Saal statt. Der Biennale-Schmiedeplatz vor dem Alten Rathaus wird parallel dazu schon am Montag vom Bauhof aufgebaut.

Auch Stadt will
Zukunft sichern

„Es lohnt sich also, ab Dienstag, 30. Juli, auf dem Schmiedeplatz vorbeizukommen und dem Metallgestalter-Nachwuchs über die Schulter zu schauen“, versichern Peter Elgaß und der Kolbermoorer Bürgermeister Peter Kloo, Präsident des Ringes der Europäischen Schmiedestädte. Die Organisation dieses Treffens liegt in den Händen von IFGS-Präsident Thomas Maria Schmidt und seinem Tutorenteam, das diese Tage mit Engagement und Fachwissen begleiten wird.

Die Verpflegung, Übernachtung und Betreuung werden laut Christian Poitsch vom Stadtmarketing von der Stadt Kolbermoor übernommen. „Die Einladung des Schmiede-Nachwuchses soll auch als weiterer Baustein bei den Bemühungen der Stadt Kolbermoor zur Stärkung und Zukunftssicherung dieses einmaligen Handwerks gesehen werden“, so Bürgermeister Kloo.

Eröffnung der 14. Biennale

Artikel 4 von 7