Besichtigung des geplanten Baugebietes „Nord-Ost“

von Redaktion

Bund Naturschutz lädt Interessierte zum Vor-Ort-Termin ein

Kolbermoor – Der Bund Naturschutz lädt heute, Samstag, um 10 Uhr, zu einer Besichtigung des bis jetzt noch unbebauten Gebietes im Nordosten zwischen „Am Alpenblick“ und „Karolinenhöhe“ ein. Hier beabsichtigt die Stadt, circa 80000 Quadratmeter landwirtschaftliche Nutzfläche mit Wald- und Biotopanteilen als Bauland auszuweisen und dafür den Flächennutzungsplan zu ändern sowie einen Bebauungsplan aufzustellen.

Der Bund Naturschutz ist der Auffassung, dass landwirtschaftliche Nutzflächen erhalten bleiben sollen und weiterer Flächenverbrauch gestoppt werden muss. Laut Angaben des Bund Naturschutz wird der Bereich nördlich der Karolinenhöhe zur ehemaligen „Kollerfilze“ gerechnet, wo ein mooriger Boden über einer viele Meter mächtigen Seetonschicht zu finden ist. Dies erklärt die bereits jetzt auftretenden Probleme nach starkem Regen.

Im Westen ist das Biotop „Teufelsgraben“ von der Planung betroffen. Hier befindet sich die einzige Brücke und Zufahrt von der Filzenstraße zur neu geplanten Baufläche. Da diese Engstelle die zu erwartende Verkehrszunahme nicht bewältigen kann, ist zu befürchten, dass mit einer Straßenerweiterung und einem notwendig werdenden Brückenneubau der Bereich des Teufelsgrabens beeinträchtigt wird. In Kolbermoor gibt es große Bereiche mit bereits rechtskräftig ausgewiesener, aber noch nicht bebauter Fläche, wie beispielsweise im Conradty- oder Spinnereiareal.

Eine Neuausweisung hier im Nordosten widerspricht den Vorgaben der bayerischen Staatsregierung zur Verringerung des Flächenverbrauchs. Treffpunkt für den Rundgang ist die Bushaltestelle auf der Karolinenhöhe. Bei Regen findet die Ortsbesichtigung nicht statt.

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