Kolbermoor – Am Ende fügte sich für den Tennisclub Kolbermoor alles zum Besten für die 50-Jahr-Feier: Das Wetter am vergangenen Samstag war großartig, die Gäste zahlreich und bestens gelaunt. Unter ihnen auch Christopher Kas. Der einstige Wimbledon-Spieler und Olympiateilnehmer konnte bis zuletzt nicht sagen, ob er wegen seiner Trainerverpflichtungen den Feierlichkeiten würde beiwohnen können. Doch es gelang, und so kam am Samstagnachmittag nicht zuletzt der Kolbermoorer Tennisnachwuchs zu einem Kurztraining mit einem echten Profi.
Aktiver Teil des Gemeinschaftslebens
Damit ist auch schon etwas angesprochen, was alle Ehrengäste besonders betonen wollten, allen voran Bürgermeister Peter Kloo: „Der Tennisclub ist keine in sich geschlossene Blase, sondern aktiver Teil des Kolbermoorer Gemeinschaftslebens, wobei die Jugendarbeit besondere Beachtung verdient.“ Und in der Tat sind von derzeit etwa 360 Mitgliedern gut 80 Kinder und Jugendliche. Der Verein ist damit ein Förderer von jenen, die in Zukunft dafür verantwortlich sein werden, dass Kolbermoor lebens- und liebenswert bleibt. Auch sonst nimmt der Verein Anteil am Geschehen in Kolbermoor, etwa mit der Arbeit im „Spülmobil“, mit dem die Ausrichtung des Bürgerfestes unterstützt wird.
Und für den Verein ebenfalls ganz selbstverständlich: Das handfeste Dankeschön der Stadt in Höhe von 700 Euro, am Festtag einer gemeinnützigen Verwendung zukommen zu lassen. Der Tennisclub spendete den Betrag einer besonderen Einrichtung des BRK Rosenheim, dem Herzenswunsch Hospizmobil. Mit diesem wird versucht, Schwerkranken noch einmal einen besonderen Wunsch zu erfüllen – etwas, das nur dank der Spenden möglich ist. Dankbar für solch gesellschaftliches Engagement sind auch Rainer Pastätter vom Bayerischen Landessportverband sowie Karl Dinzinger, der Regionalvorsitzende Bayern Süd im Bayerischen Tennisverband. Dadurch zeige sich auch, so Rainer Pastätter, dass Tennis auf dem Platz zwar auch den Charakter einer Einzelsportart habe, dass es aber sonst im Verein vor allem um Teamspiel gehe. Bürgermeister Peter Kloo fand anerkennende Worte nicht nur für den starken Zusammenhalt innerhalb des Vereins, sondern auch für die gute Zusammenarbeit mit der Stadt. Hier seien zwei Partner, die sich aufeinander verlassen könnten. Das habe schon beim Erwerb des heutigen Geländes gegolten und werde auch dann gelten, sollte man im Verein einmal konkreter über eine Tennishalle nachdenken.
Ehrenamt wird vorbildlich gelebt
Schon jetzt ist der Platz ein Schmuckstück, wie Karl Dinzinger sagte. Er und viele andere Festgäste betonten die entscheidende Rolle, die dabei auch im Tennisclub dem Ehrenamt zukommt: Den Menschen, die ihre Begeisterung für ihren Sport nicht für sich allein ausleben, sondern mit anderen und für andere teilen. Dies sei keine Selbstverständlichkeit mehr in einer Zeit, in der Vereine für ihre Mitglieder nicht mehr, wie früher, sozusagen das zweite Zuhause seien, in dem sich nicht selten die ganze Familie wiederfand.
Selbst hier scheint der Tennisclub einen anderen Weg zu gehen – die vielen Kinder, die sich auf dem Gelände unter anderem in der eigens aufgebauten Hüpfburg tummelten, zeigten es. Für die Erwachsenen folgte auf einen abwechslungsreichen Nachmittag ein geselliger Abend, der am Sonntag durch einen Frühschoppen ergänzt wurde.