BMX-Bahn als Teil der Stadtentwicklung

von Redaktion

Kolbermoor unterstützt die dringend notwendige Sanierung der Anlage

Kolbermoor – Mit einer Stadtentwicklungsaufgabe einer ganz anderen Art befasste sich der Kolbermoorer Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung: mit der Erneuerung der BMX-Bahn. Die ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Standards in diesem Sport – trotz engagierter Eigenleistungen durch die Mitglieder der BMX-Abteilung des Sportvereins. So hatte man erst vor zwei Jahren in Eigenregie die Startrampe erneuert, um sie wettkampftauglicher zu machen.

Voraussetzungen
für Training

Doch das reicht nicht: Die Kolbermoorer BMX-Abteilung ist durchaus sehr erfolgreich und nimmt an internationalen Wettbewerben teil – da ist es wichtig beim heimischen Training auf die gleichen Voraussetzungen zu treffen und das setzt Veränderungen an der gesamten Bahn voraus. Erst dann können auch in Kolbermoor „größere“ Wettkämpfe ausgerichtet werden. Wichtig ist eine Bahn, die Reglement-getreu ist, überdies aber auch für die Trainingswoche zur Osterzeit, für die Kolbermoor jetzt schon berühmt ist: Sie wird seit 30 Jahren ausgerichtet und es kommen Teilnehmer nicht nur aus ganz Deutschland.

Die Überlegung der Stadt ein „Sportparkgelände“ zu schaffen, in dem auch die BMX-Abteilung eine geeignet große Fläche hätte erhalten sollen, kann nicht die erhoffte Lösung sein. Das dafür mögliche Areal verfehlt knapp die Größe, die eine wettkampftaugliche BMX-Anlage benötigen würde. Was bleibt, ist die komplette Überarbeitung des bestehenden Geländes und dazu haben die BMX-Mitglieder eine Vorstellung ausgearbeitet, die sie bei Stadt und Landratsamt vorlegten. Das Landratsamt hat die entsprechende baurechtliche Genehmigung auch bereits erteilt.

Was jetzt noch fehlt, ist eine fachliche Überplanung, an deren Ende konkrete Zahlen für die Kosten stehen. Denn die sind die Voraussetzung für jeden Zuschuss seitens der Stadt oder anderer Stellen und damit für den Finanzierungsplan des Vereins. „Einen Entwurfsplan mit gesichertem Zahlenwerk zu erstellen – das ist vom Ehrenamt nicht zu leisten“, sagte Bürgermeister Peter Kloo, „es ist ja schon für die bisher geleistete Vorarbeit der Hut tief zu ziehen. Jetzt aber müssen Fachleute her, denn bevor man mit dem Bau beginnt, muss man einen sicheren Überblick über die Kosten haben“.

BMX-Abteilung kann
Kosten nicht stemmen

Die Kosten für die professionelle Planung – es geht um etwa 30000 Euro – sind aber von der BMX-Abteilung nicht zu stemmen, weshalb die Verwaltung in ihrer Stellungnahme vorschlug, dass die Stadt die Beauftragung eines Landschaftsarchitekten übernehmen solle. Bürgermeister Peter Kloo warb für diese Lösung mit dem Argument, dass die BMX-Abteilung sehr wohl einen nennenswerten Beitrag für die Stadt leiste. Sie sei ein Träger der Jugendarbeit, denn BMX-Fahren sei ein „junger“ Sport, der in seinem Umfeld meist die ganze Familie mit einbinde.

Vereine zu unterstützen, die engagierte Jugendarbeit leisteten, sei aber sehr wohl ein durchaus wesentliches Element der Stadtentwicklung. Und für die Überlegung, wo und wie geeignete Sportflächen in der Stadt zu schaffen seien, gelte das sowieso. Die Stadträte sahen das nicht anders, sie folgten einstimmig dem Vorschlag der Verwaltung.

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