Kolbermoor – Nein, die gesamte Belegschaft des Kolbermoorer Rathauses hatte sich in den vergangenen Tagen nicht in die Ferien verabschiedet. Wie im Vorfeld berichtet, war die komplette Verwaltung seit Montag, 21. Oktober, nicht erreichbar. Hintergrund waren „aufwendige technische Umstellungsarbeiten“, wie die Stadt dem OVB mitgeteilt hatte.
Alte Server
ausgetauscht
So mussten die sechs Jahre alten Server turnusgemäß komplett ausgetauscht werden. Damit verbunden war der „Umzug“ aller Programme und Daten, wofür ein sechsköpfiger Trupp im Einsatz war. Nachdem zu Beginn nicht genau klar war, wie lange die Maßnahmen andauern, sind nun positive Nachrichten aus dem Rathaus zu vernehmen.
Wie Christian Poitsch, Leiter des Kolbermoorer Stadtmarketings, nach Rücksprache mit der IT-Abteilung auf OVB-Nachfrage mitteilt, wird die gesamte Stadtverwaltung ab, Montag, 28. Oktober, „in allen Bereichen wieder normal erreichbar sein“. Die Serverumstellung habe in den vergangenen Tagen sehr gut funktioniert, sodass der normale Betrieb nun wieder aufgenommen werden könne.
Laut Poitsch laufe bei der Verwaltung nahezu alles über die Server. Ohne diese konnte also niemand im Rathaus am Rechner arbeiten. Die Umstellungsmaßnahme betraf sämtliche digitale Anwendungsbereiche, was sich auf das Bürgerbüro Kolbermoor, die Verwaltung im Rathaus, die Stadtbücherei sowie die Volkshochschule ausgewirkt hatte. Davon betroffen waren insgesamt rund 60 Mitarbeiter, die diese Zeit jedoch sinnvoll anderweitig nutzten. Die Stadt hatte für den Zeitraum etwa eine Fortbildungswoche mit mehreren Veranstaltungen angesetzt, Mitarbeiter konnten Kurse oder Schulungen belegen.
Und auch wenn alles gut über die Bühne gebracht wurde, zog die Maßnahme auch vereinzelt grimmige Gesichter nach sich. „Wir haben zwar über alle möglichen Kanäle über die Umstellungsarbeiten informiert, dennoch gab es ein paar Bürger, die es nicht mitbekommen hatten“, erzählt Poitsch. Diese hätten sich dann überrascht und teils etwas „stinkig“ gezeigt.
Für Notfälle und wichtige Angelegenheiten war das Rathaus dennoch verfügbar, betont Poitsch. Auch habe man hierfür mit der Gemeinde Großkarolinenfeld zusammengearbeitet. „Wenn also jemand ultradringend kurzfristig ein Ersatzdokument gebraucht hat, weil er zum Beispiel zu einer Beerdigung nach Amerika fliegen musste, dann haben wir auch dafür eine Lösung gefunden“, erläutert er exemplarisch. Nun gehört der Ausnahmezustand im Kolbermoorer Rathaus aber ohnehin der Vergangenheit an, denn am heutigen Montagmorgen springt der Motor wie gewohnt an.