Der Bagger rollt an der Musikschule

von Redaktion

Seit einigen Tagen wird am Anbau für die Kolbermoorer Stadtsing- und Musikschule gearbeitet. Die Baufirma will vor Wintereinbruch noch Einiges schaffen.

Kolbermoor – Seit geraumer Zeit ist das BRK-Heim an der Albert-Loher-Straße in Kolbermoor verschwunden. Da das baufällige Gebäude abgerissen wurde, kann der dort entstandene Platz nun, wie seit Längerem geplant, für den Anbau der Stadtsing- und Musikschule genutzt werden. Seit einigen Tagen rührt sich dort etwas, Bauarbeiter, Baustellenfahrzeuge und ein Kran machen deutlich, dass es jetzt richtig losgeht.

Baufirma wollte noch
heuer beginnen

„Das ist schlicht und ergreifend der reguläre Baubeginn“, teilt Christian Poitsch, Leiter des Kolbermoorer Stadtmarketings, auf OVB-Anfrage mit. Das Baufeld sei erweitert worden, ein Kleinbagger habe bereits erste Vorbereitungsarbeiten für das Fundament geleistet. Wie genau es zeitlich nun weitergeht, könne man derzeit noch nicht sagen. „Das hängt jetzt ganz stark vom Winter ab“, betont Poitsch. Auch wenn es die Stadt freigestellt hatte, beschloss die beauftragte Baufirma, noch heuer mit den Baumaßnahmen zu beginnen. „Sie wollen in diesem Jahr schon möglichst weit kommen“, sagt der Leiter des Stadtmarketings. Arbeiten, wie beispielsweise das Betonieren der Bodenplatte, seien an gewisse Temperaturgrenzen gebunden. Deshalb will die Baufirma den Baufortschritt nun bereits so weit wie möglich vorantreiben. „Jetzt haben wir den ganz normalen Baubeginn und insgesamt ist ungefähr ein Jahr als Bauzeit vorgesehen“, erklärt Poitsch den groben Fahrplan.

Mehr Platz und
Barrierefreiheit

Eine Straßensperrung hat die Baumaßnahme nicht zur Folge. Etwas anders als ursprünglich geplant sei jedoch der Standort des Kranes. Dieser steht nun auf dem Platz vor dem alten Rathaus, was die Fläche logischerweise etwas einschränkt. „Das ist aber alles abgeklärt“, betont Poitsch.

Der neue Anbau der Musikschule ist nicht zuletzt durch Platzmangel und mangelnde Barrierefreiheit im alten Gebäude erforderlich geworden. Ursprünglich hatten fünf Architekturbüros Vorschläge für die Erweiterung der Musikschule eingereicht. Bewertet wurden sie von einem Gremium, zu dem neben Bürgermeister Peter Kloo (SPD) und Zweitem Bürgermeister Dieter Kannengießer (Parteifreie) auch Caroline Schwägerl (Grüne), Dagmar Levin-Feltz (SPD) und Leonhard Sedlbauer (CSU) als Vertreter der Fraktionen sowie Stadtbaumeister Andreas Meixner und Günther Obermeier als Leiter der Musikschule gehörten. Fachlich verstärkt wurde die Jury von Architekten aus den Bereichen Denkmalpflege und Städtebauförderung.

Im Neubau sollen nun die dringend benötigten zusätzlichen Unterrichtsräume entstehen. Zudem werden zwei Verwaltungsräume für die Leitung der Musikschule und rollstuhlgerechte Sanitäranlagen geschaffen. Über einen Aufzug erreichen künftig auch Menschen mit Mobilitätseinschränkungen die oberen Etagen beider Gebäude. Zudem soll man über einen gläsernen Verbindungssteg aus dem Neubau ins historische Gebäude gelangen.

Das Bayerische Rote Kreuz, das sein altes Gebäude in der Albert-Loher-Straße aufgrund des Abrisses aufgeben musste, konnte im Übrigen neue Räumlichkeiten im Kolbermoorer Bahnhof beziehen.

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