Pflegearbeiten auf Tonwerkgelände

von Redaktion

Ehrenamtliche Helfer mähen Schilf und steile Lehmkanten

Kolbermoor – Seit vielen Jahren treffen sich Mitglieder des Bund Naturschutz mit weiteren ehrenamtlichen Helfern, um Pflegearbeiten auf dem Tonwerkgelände durchzuführen. In diesem Jahr kam wegen der Ferien eine kleinere Gruppe zusammen. Die Kolbermoorer Organisatoren freuten sich daher umso mehr, dass auch zwei Helfer von der Ortsgruppe Rott am Inn angereist waren und tatkräftig mit anpackten.

Wie jedes Jahr wurde das Schilf an den Aussichtspunkten gemäht und mit Rechen und Heugabel an den Rändern aufgehäuft. Diese Arbeit verhindert das Verbuschen der Flächen, bietet sonnenliebenden Tierarten einen warmen Platz und ermöglicht Spaziergängern eine schöne Aussicht auf die Wasserflächen. Um diesen Zustand dauerhaft zu erhalten, müssen auch die steilen Lehmkanten, die den früheren Tonabbau noch erahnen lassen, gemäht werden.

Michael Werner übernahm in diesem Jahr alleine die anstrengende Mäharbeit und erhielt dafür große Anerkennung.

Zwischendurch wurde die markante Kopfweide am Nordufer des Weihers zugeschnitten. Früher nutzte man die abgeschnittenen Äste der Weide für Zäune, doch heute werden Kopfweiden beschnitten und gepflegt, da in dem verdickten Stamm ein spezieller Lebensraum für schützenswerte Tiere wie Fledermäuse und Käferarten entsteht.

Inzwischen betreut der Bund Naturschutz das Tonwerkgelände seit über 40 Jahren und beobachtet die positive Entwicklung der Natur in diesem Sekundärbiotop, das bis 1986 noch als industrielles Lehmabbaugebiet für die Ziegelherstellung genutzt wurde.

Gegen Mittag waren die Pflegearbeiten abgeschlossen, und die fröhliche Helfergemeinschaft konnte sich mit Brezen, Kuchen, Tee und Kaffee stärken. Anschließend bedankte sich Ralf Exler, der Vorsitzende des Bund Naturschutz, für die ehrenamtliche Arbeit und das große Interesse am Naturschutz.

Artikel 6 von 10