Döner-Laden gerät in Brand

von Redaktion

Geschäftsmann wird leicht verletzt – Sachschaden im sechsstelligen Bereich

Kolbermoor – Der Brand eines Döner-Geschäfts an der Haßlerstraße hat am Montagvormittag die Feuerwehr in Atem gehalten. Nach Angaben der Polizei wurde dabei eine Person leicht verletzt. Die Kriminalpolizei hat – wie bei Schäden in dieser Größenordnung üblich – mittlerweile die Ermittlungen übernommen. „Momentan gibt es keine Hinweise auf ein vorsätzliches Brandstiftungsdelikt“, teilt Lisa Maier, Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, auf Anfrage des Mangfall-Boten mit.

Feuerwehr war schnell vor Ort

Der Betreiber des Imbisses Dönerium, Ibrahim Karayilan, war gerade mit den Vorbereitungen für die Öffnung des Ladens beschäftigt, als gegen 9.50 Uhr der Brand im Inneren des Gebäudes ausbrach. Da sich die Wache der Feuerwehr Kolbermoor direkt gegenüber befindet, schlug der Geschäftsmann dort direkt Alarm. „Dadurch konnte das erste Löschfahrzeug auch schnell vor Ort sein“, sagt Armin Hörl, Kommandant der Kolbermoorer Feuerwehr, der den Einsatz leitete, auf Anfrage des Mangfall-Boten. „Das war schon ein Vorteil.“

Der Brand hatte sich mittlerweile – unter anderem befeuert durch Fett in der Fritteuse – bis in den Verkaufsraum des Imbisses ausgebreitet. „Da hat alles recht schnell Feuer gefangen“, schildert Hörl, der von „einer extrem starken Rauchentwicklung“ spricht: „Das Feuer hat recht schnell durch die Eingangstüre und durch die Lüftung herausgeschlagen.“

Doch trotz der heftigen Flammen und des dichten Rauchs gelang es den 20 Mitgliedern der Kolbermoorer Feuerwehr, die gemeinsam mit der Kreisbrandinspektion sowie Kräften der Polizei und des Rettungsdienstes vor Ort war, „relativ schnell“, das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Nach rund zwei Stunden konnte der Einsatz dann für beendet erklärt werden. Die Rettungskräfte blieben unverletzt, der Betreiber des Dönerladens wurde vorsorglich zur Beobachtung ins Krankenhaus gebracht, nachdem er Anzeichen einer leichten Rauchvergiftung gezeigt hatte.

Einsatzleiter Hörl vermutet, dass ein technischer Defekt an der Elektrik das Feuer ausgelöst hatte. Die Polizei hingegen hält sich mit möglichen Ursachen für den Brand noch zurück, betonte aber, dass „keine Hinweise auf ein vorsätzliches Brandstiftungsdelikt“ vorlägen. Polizeisprecherin Maier verwies letztlich auf die weiteren Ermittlungen. Den Schaden bezifferte sie in einer ersten Schätzung „auf einen sechsstelligen Euro-Betrag“.

Armin Hörl zeigte sich auf Anfrage des Mangfall-Boten jedenfalls erleichtert, dass es keine schweren Verletzungen zu beklagen gegeben hatte. Was die Verpflegung auf der Wache der Kolbermoorer Feuerwehr anbelangt, müssen die Einsatzkräfte aber nun ein bisschen umplanen. „Unsere Kameraden habe sich da natürlich gerne mal was zum Essen geholt“, verrät der Feuerwehr-Kommandant. „Das wird jetzt aber zumindest für ein paar Wochen ausfallen.“

Betreiber Ibrahim Karayilan schockiert

Was Betreiber Karayilan, den der Mangfall-Bote am frühen Montagnachmittag am Telefon erwischt, bestätigen kann. „Ich bin gerade vom Krankenhaus nach Hause gekommen“, sagt der noch hörbar geschockte Imbiss-Chef. „Aber es ist alles in Ordnung.“ Er habe extrem Glück gehabt, dass die Feuerwehrwache direkt gegenüber seines Geschäfts angesiedelt sei. „Als ich herübergelaufen bin, waren gerade zwei Feuerwehrmänner da, die sofort reagiert haben“, erinnert sich Karayilan an die dramatischen Minuten.

Alles muss raus,
dann wird renoviert

Zum genauen Brandhergang will sich der Imbiss-Betreiber mit Verweis auf die polizeilichen Untersuchungen nicht äußern. Klare Vorstellungen hat er jedoch rund um die Frage, wie es jetzt dann weitergehen soll. Sobald die Räumlichkeiten, die derzeit noch polizeilich versiegelt sind, wieder freigegeben sind, sollen die Sanierungsarbeiten beginnen. „Alles muss raus, alles ist verbrannt“, berichtet Ibrahim Karayilan. „Anschließend wird alles renoviert.“ Der Chef des Döneriums geht allerdings davon aus, dass dafür mindestens zwei bis drei Monate nötig sein werden. „Bis Weihnachten werden wir es leider nicht schaffen“, sagt Karayilan abschließend.

Artikel 4 von 10