Kolbermoor – Ob ein privates Verkehrsmittel gerne benutzt wird, hängt nicht zuletzt von den Parkmöglichkeiten ab. Das gilt für Fahrräder ebenso wie für Autos: Wenn keine Stellplätze vorhanden sind und das Gefährt an Hauswänden oder Bäumen „geparkt“ werden müsste, was eigentlich nicht erlaubt ist, dann ist das problematisch. Solche Umstände gehören zu den kleinen, aber wesentlichen Faktoren, die viele vom Fahrradfahren abhalten.
Adolf-Rasp-Schule
machte den Anfang
Daher ist es logisch, dass das Mobilitätsmanagement der Stadt hier ansetzt, um den Kolbermoorer Fahrradfahrern das Leben zu erleichtern. Bereits im vergangenen Sommer begann man bei der Adolf-Rasp-Schule, mittlerweile sind sieben weitere Parkmöglichkeiten hinzugekommen. Diese wurden an Orten eingerichtet, wo einerseits viel Bedarf bestand, etwa vor Geschäften und Cafés, und andererseits der benötigte Grund bereits im Besitz der Stadt war.
Veronika Winkler, Mobilitätsmanagerin der Stadt, betont, dass man darauf geachtet hat, praxistaugliche Fahrradständer zu installieren. Diese sind so gestaltet, dass die Felgen nicht beschädigt werden, wenn ein Fahrrad kippen sollte, und sie bieten die Möglichkeit, Rahmen und eventuell ein zusätzliches Laufrad mit einem Bügelschloss diebstahlsicher anzuschließen – ohne Verrenkungen und „Gefummel“. Das gilt auch für Kinderräder. In Sachen Bequemlichkeit wurde darauf geachtet, dass die Ständer mit dem Fahrrad erreichbar sind, ohne vorher absteigen und schieben zu müssen.
Alltagstauglich
bemessen
Der Raum für die einzelnen Fahrräder ist alltagstauglich bemessen. Zudem gibt es an den neuen Fahrradständern genügend Platz, um Lastenräder oder Räder mit Anhängern abstellen zu können.
Die beste Nachricht für alle Fahrradfahrer: Es handelt sich nicht um eine einmalige Aktion. Vielmehr sollen in Zukunft immer wieder Ständer aufgestellt werden, bis das Fahrradfahren in Kolbermoor nicht mehr an Unbequemlichkeiten beim Abstellen scheitern kann. Nicht umsonst trägt dieses Projekt des Mobilitätsmanagements den Namen „Tausend Fahrradständer für Kolbermoor“.