44 neue Bäume für Kolbermoor

von Redaktion

Erkrankte oder alte Exemplare werden aus Sicherheitsgründen gefällt

Kolbermoor – An der Pauline-Thoma-Mittelschule war vergangene Woche einiges los. Mit einem kleinen Bagger wurde ein junger Baum der Art Ginkgo in ein kleines Loch gesetzt. Er ist einer von sieben, die um das Schulgelände herum neu gepflanzt werden. Insgesamt sollen dort drei neue Gingkos, zwei Säuleneichen und zwei Rot-Ahorne erblühen. Für die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei ist das gerade einmal der Anfang. 44 Bäume sollen in der Stadt neu gepflanzt oder ausgetauscht werden. Vor Weihnachten bedeutet das zusätzlicher Stress. Allerdings sind diese Maßnahmen unvermeidbar, wie Chefgärtner Simon Reiter erklärt.

Neue Pflanzen
für Grünanlagen

„Die Hälfte der 44 Bäume sind Ersatzpflanzen“, sagt er. Das bedeutet, dass kranke oder von Schädlingen befallene Bäume gefällt werden müssen und durch jüngere Arten ersetzt werden. Durch Insekten oder Pilze werden die grünen Riesen marode und können so eine Gefahr für Fußgänger und Autofahrer werden. Reiter betont: „Es werden keine gesunden Bäume gefällt, sondern nur die Kranken. Das dient vor allem der Sicherheit.“ Sicherheit ist besonders im Straßenverkehr wichtig. Daher sollen die kranken Bäume an verschiedenen Straßenalleen ersetzt werden. Auch Grünanlagen sollen durch die neuen Pflanzen aufgewertet werden. Demnächst stehen diese Maßnahmen unter anderem in der Reichenbachstraße und in dem Spinnereipark an. An der Pauline-Thoma-Mittelschule wurde vergangene Woche der Anfang gemacht. „Wir gehen alles nacheinander an, denn es braucht dafür eine große Planung“, sagt Reiter.

Es müsse überlegt werden, für welchen Standort welche Baumart am besten geeignet sei. „Wir müssen zum Beispiel schauen, welche Art wie viel Wasser braucht oder welche am besten für eine Straßenallee geeignet ist“, sagt der Chefgärtner. Denn jeder Baum hat seinen Anspruch. Einige brauchen einen sauren Boden, andere wiederum einen kalkhaltigen. „Sollte es dabei Probleme geben, haben wir die Möglichkeit, zum Beispiel organische Düngemittel zu verwenden“, sagt Reiter.

Kriterien sind
unterschiedlich

Zudem muss überprüft werden, welcher Baum besonders viel Sonne benötigt und welcher sich wohler im Halbschatten fühlt. Auch für die aktuellen Witterungen müssen einige Vorkehrungen getroffen werden. Nachdem der neue Baum eingepflanzt und angegossen wird, muss er „sturmsicher“ gemacht werden. Das geschieht über drei Stützpfähle, die in Stammnähe angebracht und mit einem Strick mit dem Baum verbunden werden. „Um die Bäume vor der Wintersonne und Stammrissen zu schützen, werden die Stämme dann noch mit Jutebändern eingewickelt“, sagt Reiter.

In Kürze wird es damit zu einer weiteren Baum-Vielfalt kommen. So sollen Eichen, Kugelrobinien, unterschiedliche Ahornarten, Steppenkirsche, Ginkgos und eine Linde die Stadt verschönern. Wenn diese Arbeit abgeschlossen ist, geht es für die Mitarbeiter der Stadtgärtnerei an die nächste Aufgabe: Die Bäume werden für die Weihnachtszeit mit Lichterketten verhängt.

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