Kapelle steht für Besucher wieder offen

von Redaktion

Nachdem die St.-Benedikt-Kapelle im Kolbermoorer Spinnereipark Anfang Dezember beschädigt und ausgeraubt wurde, suchte die Polizei nach Zeugen. Der Vorfall löste eine Welle der Empörung aus. Bislang gibt es aber keine Hinweise auf den oder die Täter.

Kolbermoor – Es war ein Schock, als Unbekannte in der Nacht auf den 4. Dezember in der St.-Benedikt-Kapelle, inmitten des alten Spinnereiparks, den Opferstock aufgebrochen und eine unbekannte Summe Bargeld entwendet haben. Wie die Polizei mitteilte, wurde damals außerdem die Weihnachtsdekoration demoliert. Über einen Monat später drängt sich die Frage auf, was aus dem ärgerlichen Vorfall, der auch in den sozialen Medien eine Welle der Empörung ausgelöst hat, geworden ist. Ein Kolbermoorer Bürger, der die 2008 errichtete Kapelle regelmäßig besucht, hatte die Verwüstung am späten Abend Anfang Dezember entdeckt und den Vorfall Franz Stettner junior gemeldet. Seine Familie betreut das Gotteshaus in der Nähe des Spinnereiweihers, welches sein Großvater Franz Stettner einst gestiftet hatte. Damals war von einem nicht unerheblichen Schaden die Rede und es war unklar, wann dieser wieder behoben sein wird. Laut Stettner waren Anfang Dezember neben dem aufgebrochenen Opferstock Bänke umgekippt und die Weihnachtsdekoration sei umgeworfen worden. Da die Spenden aus dem Opferstock von der Pfarrei regelmäßig geleert werden, konnte der entwendete Betrag nur geschätzt werden. „Das war sicher keine riesige Summe, vielleicht 50 Euro“, vermutete Stettner damals. Schlimmer war der Sachschaden, der durch den Einbruch entstand. Denn der Opferstock wurde aufgebrochen, obwohl er massiv einbetoniert war. Der Schaden lag bei geschätzten 500 bis 600 Euro, erklärte Stettner.

Zeugensuche
verlief erfolglos

Die Polizeiinspektion Bad Aibling hat ein Strafverfahren wegen des „besonders schweren Falls des Diebstahls sowie der gemeinschädlichen Sachbeschädigung“ eingeleitet. Auch suchte sie nach möglichen Zeugen. Offensichtlich aber ohne Erfolg. Denn bislang sind keine weiteren Erkenntnisse bekannt. Auch laut Stettner gibt es zu dem Vorfall keinerlei neue Informationen, auch nicht von Passanten, wie er nun gegenüber dem Mangfall-Boten erklärte.

Der Familie blieb also nichts anderes übrig, als sich um die Behebung des Schadens zu kümmern. Die gute Nachricht: Laut Stettner ist mittlerweile wieder „alles in Ordnung“. Man habe den Schaden beseitigt und die Kapelle stehe nach wie vor allen Bürgern zur Verfügung. Er hofft nun, dass endlich Ruhe einkehrt. Denn der Vorfall im Dezember reiht sich in eine traurige Liste ein.

Schon dreimal
gewaltsam geöffnet

Denn dass etwa der Opferstock überhaupt einbetoniert war – wenngleich sich die Diebe auch hiervon nicht bremsen ließen – lag an der unrühmlichen Historie. Wie Stettner kürzlich erklärte, sei alleine der Opferstock bereits dreimal gewaltsam geöffnet worden. Auch weitere Ärgernisse wie herumliegende Bierflaschen oder Zigaretten in dem nur zehn Quadratmeter großen Gotteshaus seien keine Ausnahme. Die vielen Vorfälle, wie auch Graffiti-Schmierereien, habe man stets zur Anzeige gebracht. Bis jetzt jedesmal aber leider immer erfolglos.

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