Trostengel sollen Kindernbei Tod in der Familie helfen

von Redaktion

Nähcafé bastelt Charlis für Trostkoffer – Helfer gesucht

Kolbermoor – Vor einigen Jahren entwickelten Pastoralreferent Martin Kienast und Religionslehrerin Steffi Witte die Idee eines Koffers, der Familien eine Auswahl an Büchern zum Thema Abschied und Tod bietet. Denn kommt der Tod in eine Familie, sind Erwachsene oft sprachlos und können Kindern nicht gut beistehen. Die Bücher sollen Gespräche ermöglichen.

Im Koffer befindet sich auch Charli, ein handgenähter Engel, der Trost spendet, begleitet und zum Kuscheln gedacht ist. Charli darf in der Familie bleiben. Die Idee des Trostkoffers verbreitet sich seitdem stetig, immer mehr Pfarreien und Büchereien stellen ihn zur Verfügung – siehe Artikel in der Weihnachtsausgabe des Mangfall-Boten.

Auch in Kolbermoor soll er Familien unterstützen, in denen Kinder mit Tod und Trauer konfrontiert werden. Dafür werden viele Charlis benötigt. Deshalb ist ein Nähcafé geplant: Am Samstag, 1. Februar, von 9 Uhr bis 13 Uhr laufen im Gemeindehaus der Kreuzkirche, Carl-Jordan-Straße, die Nähmaschinen heiß, quillt die Füllwatte und fliegen die Wollfäden. Mitmachen können alle, die Freude am Gestalten haben. Handwerkliches Geschick ist beim Zuschneiden und Nähen von Vorteil. Es werden aber auch Menschen gebraucht, die die Puppenkörper mit Watte füllen, Haare aus Wolle zuschneiden und mit der Häkelnadel befestigen.

Wer eine Nähmaschine besitzt, sollte diese mit leeren Spulen, Schneiderschere, Stecknadeln und einer Jerseynadel mitbringen. Bunte, gewaschene Baumwollstoffe für die Kleidung sind ebenfalls willkommen. Das Material für die Puppen wird gestellt. Rückfragen zum Nähen beantwortet Martina Mauder unter Telefon 08031/807379. Bei Fragen zum Projekt ist Monika Mehringer unter momehringer@ebmuc.de erreichbar. Weitere Informationen sind auf www.trostkoffer.de. zu finden.

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