Zum Thema „Nordostquartier Kolbermoor“ (im Lokalteil):
Während die Stadt nicht müde wird, eventuelle Vorteile der geplanten Wohnblocksiedlung in den Vordergrund zu stellen, bleibt sie weiter Antworten zu zentralen Aspekten des Vorhabens schuldig. Ein Beispiel dafür: der Verkehr. Das geht schon damit los, dass Stadt und Planer bisher nicht erklärt haben, vielleicht auch nicht erklären können, wie überhaupt für die drei bis fünf Jahre dieser Großbaustelle die Zu- und Abfahrt der vielen Schwerlastwagen erfolgen soll. Es gibt nur zwei Straßen direkt zum Planungsgebiet: Zum einen die Fürstätter Straße, bei der nicht einmal zwei Pkw aneinander vorbei kommen. Der Leiter des städtischen Liegenschaftsamtes fragte schon im August 2024 bei Anwohnern nach, ob diese bereit wären zur Verbreiterung der Straße Grund abzutreten, und zwar mit der Begründung, dass für das geplante Baugebiet „die Zufahrt (circa vier Meter Fahrbahnbreite) für Feuerwehrfahrzeuge zu eng ist“. Und zum anderen die Karolinenhöhe, deren Untergrund keinen Schwerlastverkehr verträgt (und die auch nur etwa fünf Meter breit ist – ein Lkw ist 2,55 Meter breit). Wie soll also dann der Baustellenverkehr stattfinden? Das haben Stadt und Planer bisher völlig ausgeklammert! Wo bleiben hier die Antworten? Damit ist das Thema Verkehr aber noch nicht beendet: Die für den jahrelangen Großbaustellenverkehr nicht geeignete Filzen-/Kolberstraße, die jetzt schon chronisch überlastete Strecke zwischen Rathaus und B15a, die hoffentlich nicht irgendwann zur Ausweichstrecke mutierende Bergstraße….
Michael Rath
Kolbermoor