Brandursache gibt weiterhin Rätsel auf

von Redaktion

Anfang Februar sorgte ein Feuer mitten in Kolbermoor für große Aufregung. Zwei Fahrzeuge und ein Müllhäuschen standen lichterloh in Flammen, ein Mehrfamilienhaus geriet in große Gefahr. Doch die Frage nach der Brandursache blieb bislang ungeklärt – nun äußert sich die Kriminalpolizei.

Kolbermoor – Für viele war es ein Schock, als am späten Abend des 1. Februar zahlreiche Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem ungewöhnlichen Brand mitten in Kolbermoor eilten. In der Karl-Unsin-Straße war gegen 23 Uhr ein Feuer in einem Holzschuppen ausgebrochen. Zwei Fahrzeuge, ein Pkw und ein Motorrad, gingen kurz darauf ebenfalls in Flammen auf. Augenzeugen berichteten von einem „plötzlichen Feuerball“.

Hitze ließ
Scheiben zerbersten

Die Feuerwehren hatten zudem damit zu kämpfen, den Übertritt des Feuers auf das angrenzende Mehrfamilienhaus zu verhindern, an dem bereits Fensterscheiben aufgrund der großen Hitze zersprungen waren. Glücklicherweise verletzten sich dabei keine Personen. Doch die Brandursache war seitdem völlig unklar. Jetzt geben die Ermittler abschließende Einblicke in ihre Untersuchungen.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd hatte der Kriminaldauerdienst (KDD) der Kriminalpolizei Rosenheim unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Traunstein, Zweigstelle Rosenheim, bereits in der Nacht am Brandort die Ermittlungen aufgenommen. Die kriminalpolizeilichen Untersuchungen dauerten an und die Ermittler baten zur Klärung des Sachverhalts auch um Hinweise aus der Bevölkerung. Vergangene Woche waren die kriminalpolizeilichen Ermittlungen in dieser Sache noch nicht abgeschlossen, wie eine Polizeisprecherin erklärt hatte. So war auch die Brandursache noch unklar, wenngleich man bis dahin „eher davon ausgegangen“ war, dass keine vorsätzliche Brandstiftung begangen wurde.

Nun, rund zwei Wochen nach dem verheerenden Brand, sind die Ermittlungen abgeschlossen und die Polizei gibt genauere Hintergründe zu den Untersuchungen bekannt.

Zwar konnte nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Ermittlungen die Brandursache nicht abschließend geklärt werden, wie ein Polizeisprecher auf erneute OVB-Nachfrage jetzt erklärte. Aber: „Ferner erbrachten die Untersuchungen keinen Hinweis auf ein vorsätzliches Brandstiftungsdelikt.“ Nun werde der Fall mit dem hier beschriebenen Ermittlungsergebnis an die zuständige Staatsanwaltschaft abgegeben, so der Sprecher.

Große Welle der
Hilfsbereitschaft

Und so bleibt die Frage, wie der Brand in Kolbermoor überhaupt entstehen konnte, zwar wohl dauerhaft für die Betroffenen unbeantwortet. Die große Welle der Hilfsbereitschaft, die sich an diesem Abend zeigte, wird ihnen jedoch noch lange in positiver Erinnerung bleiben. Wie berichtet, hatten Mitarbeiter des gegenüberliegenden Traditionswirtshauses Servus-Füglein Betroffenen und Einsatzkräften während des Brandes Unterschlupf in ihrem Lokal gewährt, warme Getränke bereitgestellt und Kinder mit Süßigkeiten getröstet.

Beim zerstörten Müllhäuschen selbst ist wenige Wochen danach noch nichts passiert. Die Brandruine erinnert noch immer an eine denkwürdige Nacht.

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