Kolbermoor – Bereits zum zweiten Mal lud der Trachtenverein Immergrün Kolbermoor jüngst zum Musikanten-Hoagascht im Trachtenheim ein. Vor allem die abwechslungsreiche Zusammenstellung der verschiedenen Gruppen überzeugte die Zuhörer, die von nah und fern zur Veranstaltung gekommen waren. So faszinierten die vier Rimstinger Sänger mit ihrem unverwechselbaren Männergesang das Publikum. Begleitet wurden sie von Peter Anderl auf der Zither.
Als gesanglicher Gegenpart verzauberten die Geschwister Baumgartner – bestehend aus Maria, Leni und Hans – mit ihrem feinen Gesang die Anwesenden. Beide Gruppen trugen Lieder aus dem Leben, über „de Liab, as Jagern und as ganz normale Miteinander“ vor. Ein besonderes Schmankerl war dabei die Abrundung eines Stückes mit einem harmonischen Jodler.
Als Thema des Abends wurde für diesen Hoagascht die nahende Schäfflerzeit 2026 gewählt. Jürgen Halder führte gekonnt durch den Nachmittag und klärte über den historischen Ursprung des Schäfflertanzes auf und wie dieser Tanz seinen Weg nach Kolbermoor fand. Zudem erklärte er, was alles notwendig ist, damit überhaupt getanzt werden kann.
Die instrumentale Komponente durfte bei diesem Hoagascht natürlich auch nicht fehlen. Diese wurde von dem „Bruckbeckbachä Harfentrio“ übernommen, das mit seinen drei Harfen so manchen Zuschauer zum Staunen brachte. Ob beim schneidigen Marsch, beim einfühlsamen Walzer oder bei einer Polka – das Trio verstand es, das Publikum mitzunehmen. Auch die zweite Instrumental-Gruppe zog die Zuhörer in ihren Bann: Das „Almarausch Trio“ aus Emmering – bestehend aus Harfe, Ziach und Ventilposaune – spielte schneidig auf. Zum Abschluss des offiziellen Teils gaben alle Gruppen noch eine Zugabe, sodass sich das bestens besuchte Trachtenheim nach einem unvergesslichen Nachmittag nur langsam leerte.