Mangfalltal – Mit ihren Abstimmungsergebnissen spiegeln auch die Mangfalltalgemeinden größtenteils das Wahlverhalten der Wähler im Bundesdurchschnitt wider. Blickt man auf die einzelnen Werte in den Städten Kolbermoor und Bad Aibling, in der Marktgemeinde Bruckmühl sowie in den Gemeinden Feldkirchen-Westerham, Bad Feilnbach und Tuntenhausen, fallen diesbezüglich keine „groben Ausreißer“ auf.
Besonders ins Auge sticht lediglich die hohe Wahlbeteiligung in Feldkirchen-Westerham: 91,6 Prozent der Wahlberechtigten gaben dort ihre Stimme ab – das sind knapp sieben Prozent mehr als bei der letzten Bundestagswahl 2021. Die „geringste“ Beteiligung verzeichnete die Stadt Kolbermoor mit 82,7 Prozent, was aber immerhin eine Steigerung um knapp sechs Prozent im Vergleich zu 2021 bedeutet.
AfD punktet vor allem
in Bad Feilnbach
Auch in den sechs Kommunen konnte die AfD ihre Ergebnisse von 2021 zum Teil mehr als verdoppeln. Allen voran in Bad Feilnbach: Dort schnellte der Wert von vormals 10,7 auf nun 26,4 Prozent nach oben (+15,7). Im Stimmbezirk Dettendorf-Kematen holte sie sogar 47,6 Prozent. 14 Prozent mehr Stimmenanteil als 2021 bekam die AfD in Tuntenhausen, wo sie 23,3 Prozent auf sich verbuchte. Im Ortsteil Lampferding wählten 40,4 Prozent „blau“.
23,1 Prozent entfielen in Kolbermoor auf die AfD (+ 12 Prozent). Die niedrigsten Werte verzeichnete sie mit 19,2 (+10,8) in Feldkirchen-Westerham und 19,1 (+ 10,7) Prozent in Bad Aibling.
In Feldkirchen-Westerham fuhr zugleich die CSU mit 37,1 Prozent (+ 6,4 Prozent) ihr bestes Ergebnis ein. In Kolbermoor lag ihr Wert mit 35,4 Prozent zwar am niedrigsten, bedeutete jedoch auch hier eine Steigerung um 5,8 Prozent. Dafür war die Mangfallstadt die einzige Kommune, in der die SPD gerade noch ein zweistelliges Ergebnis erreichen konnte: 10 Prozent holte sie hier, was einen Verlust von 6,1 Prozent bedeutet. In Bad Aibling holte die Partei 9,9 Prozent. 2021 waren es noch 15 Prozent. Am schlechtesten schnitt sie mit 6,9 Prozent in Tuntenhausen ab (- 4,4 Prozent).
Am wenigsten Federn mussten die Grünen im Mangfalltal lassen: Fast überall bewegen sie sich im untersten zweistelligen Prozentbereich – mit Verlusten zwischen 0,8 (Kolbermoor) und 1,5 Prozent (Bad Aibling). Wobei sie aber in Bad Aibling immer noch auf 13 sowie in Feldkirchen auf 13,4 Prozent kamen.
Die 2021 emporgestiegene FDP fiel auch im Mangfalltal tief: Die Verluste bewegen sich zwischen 6,9 Prozent in Bruckmühl und 10,4 Prozent in Tuntenhausen. Lediglich in Feldkirchen-Westerham (5,4) sowie Bad Aibling und Kolbermoor (jeweils 5,1) kam sie, die 2021 in allen sechs Kommunen zweistellig war, gerade noch über fünf Prozent.
Klatsche für die
Freien Wähler
Grobe Klatsche auch für die Freien Wähler. In Bad Feilnbach verloren sie sogar 9,0 Prozent, fuhren aber mit 6,6 Prozent Stimmenanteil immer noch das „zweitbeste“ Ergebnis hinter Tuntenhausen ein, wo sie 7,7 Prozent holten. Die Zuwächse bei der Linken bewegen sich zwischen 1,7 (Tuntenhausen, Bruckmühl, Feldkirchen-Westerham) und 3,1 Prozent (Bad Aibling), wo sie ebenso wie in Kolbermoor die „5-Prozent-Marke“ knackte). Das BSW schnitt in Kolbermoor mit 4,1 Prozent noch am besten ab.