Olympiasieg für Valentin Huber

von Redaktion

Kolbermoorer Mathe-Crack beeindruckt bei Wettbewerb in Passau

Kolbermoor – Was für ein Erfolg für den Sechstklässler des Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums in Rosenheim: Der zwölfjährige Valentin Huber aus Kolbermoor hat sich bei der Landesrunde der Jahrgangsstufen 5 und 6 der Mathematik-Olympiade in Bayern (Moby), ausgetragen in Passau, den ersten Platz gesichert. „Ich habe mich total über den ersten Platz gefreut“, sagt der Zwölfjährige, der bereits klare Vorstellungen von seiner beruflichen Zukunft hat: „Ich möchte Mathematikprofessor an einer Uni werden.“

Als Valentin Huber Anfang des Schuljahres gefragt worden war, ob er an der internen Schulrunde des Rosenheimer Sebastian-Finsterwalder-Gymnasiums zur Mathematik-Olympiade in Bayern teilnehmen will, musste der Gymnasiast nicht lange überlegen. Schließlich zählt Mathematik – neben Musik – zu den Lieblingsfächern des jungen Kolbermoorers. „Nachdem ich da dann gut abgeschnitten habe, bin ich zur Landesrunde regional in Passau eingeladen worden“, erzählt der Zwölfjährige gegenüber dem OVB.

Mischung aus
Rechnen und Knobeln

Dort galt es dann, in einem vorgegebenen Zeitrahmen vier Aufgaben zu lösen, die mit jeweils maximal zehn Punkten bewertet wurden. „Bei den Aufgaben ging es um eine Mischung aus Rechnen und Knobeln“, erinnert sich Valentin Huber, der alle vier Aufgaben gemeistert hatte. Auch wenn „die letzte Aufgabe knifflig war“, wie er zugibt. Wer sich von den 40 möglichen Punkten mindestens 38 errechnet hatte, sicherte sich den ersten Platz samt goldfarbener Medaille und Urkunde. Ein Meisterstück, das Valentin Huber und sechs weiteren Fünft- und Sechstklässlern in Passau gelungen war. Für den zwölfjährigen Buben soll der Sieg bei der Mathematik-Olympiade nach eigenen Angaben aber keine Eintagsfliege bleiben. Denn auch in den weiteren Jahrgangsstufen will er sein mathematisches Können in diesem Wettbewerb, der unter anderem vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gefördert wird, unter Beweis stellen.

Zumal in den kommenden Jahrgangsstufen sogar eine Teilnahme an Landes- und Bundesrunden möglich ist. Valentin Huber: „Mir macht das viel Spaß, darum will ich da auch weitermachen.“ Da scheint es ja eigentlich klar zu sein, dass im Fach Mathematik im jüngsten Zwischenzeugnis des Sechstklässlers nur die Note 1 stehen kann, oder? „Nein, da hatte ich nur eine 2“, verrät der Zwölfjährige eine doch recht überraschende Tatsache. Wobei letztlich sogar die Mathematik-Olympiade dafür verantwortlich sei, dass er nicht die Bestnote im Zeugnis stehen habe. Denn aufgrund seiner Teilnahme habe er zeitweise im Mathematik-Unterricht gefehlt. „Vorher hatte ich wirklich einen Einser-Schnitt“, erzählt Valentin Huber. „Dann ist aber Stoff drangekommen, den ich verpasst hatte, und dann habe ich sogar eine 3 und eine 4 geschrieben.“

Was sich nun aber wieder ändern soll, nachdem Valentin Huber jetzt wieder durchgängig an den Mathematik-Stunden teilnehmen wird. Wobei sich der Zwölfjährige, der auch in anderen Fächern gute Noten hat, aber keinesfalls als Streber bezeichnen würde. Denn ein Streber sei für ihn jemand, der mit seinen guten Noten angeben würde, und „das tue ich ja nicht“, sagt Valentin Huber, der in seiner Freizeit gerne am Klavier sitzt oder Basketball und Badminton spielt, bestimmt.

Mama ist stolz auf
Sohnemann

Um Mama Ulrike Huber zu beeindrucken, muss Valentin auch gar nicht mit seinen Noten angeben. Und dennoch gibt die Kolbermoorerin zu, dass sie der Erfolg ihres Sohnes bei der Mathematik-Olympiade „schon sehr stolz macht“. Sie selbst sei nie gut in Mathematik gewesen. Weshalb für Ulrike Huber auch klar ist: „Von mir hat er das auf keinen Fall.“

So läuft der Wettbewerb ab

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