Kolbermoor – Zur 132. Jahreshauptversammlung lud der Trachtenverein Immergrün Kolbermoor seine Mitglieder ins Trachtenheim. Nach dem Gedenken an die verstorbenen Mitglieder gab Schriftführer Florian Podhorny einen Rückblick auf das Trachtenjahr. Die festen Termine im Jahresrhythmus seien von den Mitgliedern sehr gut besucht worden. Als Höhepunkte nannte er den Monat Mai mit dem Familientag und Oldtimertreffen sowie das 30. Jubiläum der Goaßlschnalzer.
Im Anschluss gaben die Jugendleiter Bernd Nachtweih und Johanna Eibl einen Einblick in ihren Aufgabenbereich. Derzeit hat der Verein 33 kleine Nachwuchstrachtler, die jeden Mittwoch fleißig am Proben sind. Aber nicht nur das Proben steht im Vordergrund, auch darf das gemeinsame Erleben bei Auftritten, Ausflügen und Basteln nicht zu kurz kommen, da dies die Gruppe bereits in jungen Jahren zu einer eingeschworenen Einheit macht.
Das gleiche Motto gilt für die 19 Aktiven, die ebenfalls immer fleißig am Proben sind, aber auch fernab des Trachtenheims viel zusammen unternehmen. Auch bei den anderen Sparten herrscht kein Nachwuchsmangel. So kann man bei den Goaßlschnalzern und Trommlern personell aus dem Vollen schöpfen. Ob beim Wieseneinzug die Trommler den Takt angeben oder die Goaßlschnalzer den Charivari-Frühschoppen in Maxlrain bereichern – jede Sparte hat ihre Höhepunkte im Jahr.
Großer Dank galt der Trachtenwartin Maria Unterlinner, vor allem für ihr aufopferungsvolles Engagement beim „Eingwandn“ neuer Mitglieder. Egal, ob jung oder alt – sie findet für jeden etwas Passendes, sodass jeder Trachtler sauber und fesch gekleidet kommt.
Damit dies alles möglich ist, muss auch die Kasse stimmen. Hier führt Kassier Manuel Wagner ein gutes Regiment. Ein „Sparverein“ wolle man nicht sein, doch überlege man sich schon immer, welche Ausgaben wirklich sinnvoll sind.
Nach der Entlastung der Vorstandschaft betonte der Vorsitzende Christian Staudinger in seiner Rede, dass man sich als Traditionsverein seinen Kernaufgaben nicht entziehen darf. Dies beinhalte vor allem die Teilnahme an weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen. Jedoch solle man sich auch nicht der neuen Zeit mit ihrem Fortschritt verschließen, wenn man als Gemeinschaft gesund weiterexistieren möchte. Unabdingbar sei es, in der eigenen Gesellschaft oder mit anderen Vereinen einen angemessenen Umgang zu pflegen, sich nicht auf erreichten Lorbeeren auszuruhen und neue Akzente zu setzen – so stehe der Trachtenverein mit seinen 352 Mitgliedern auf einem gesunden Fundament.
Auch ging er auf den aktuellen Stand der 17. Kolbermoorer Schäfflersaison 2026 ein, die bereits ihre Schatten vorauswirft. Auch das Maibaumfest stehe 2026 vor der Tür. Es werde noch ein Spender für das neue „Traditionsstangerl“ gesucht, das ab dem 1. Mai 2026 den Kolbermoorer Marktplatz für die folgenden Jahre zieren soll. Zum Schluss dankte der Vorsitzende dem Ausschuss für seine geleistete Arbeit, aber auch den Mitgliedern für ihr Mitwirken – denn ohne diese wären die vielen schönen Veranstaltungen und Feste nicht möglich, welche das öffentliche Leben in Kolbermoor jedes Jahr bereichern. re