Kolbermoor – Dass die Kolbermoorer Tafel aus allen Nähten platzt und aufgrund der beengten Räumlichkeiten nicht mal alle ihre Kunden versorgen kann, hatten die Verantwortlichen der Einrichtung dem Kolbermoorer Stadtrat bereits in der Januar-Sitzung dargelegt. In der Februar-Sitzung machte das Gremium nun Nägel mit Köpfen: Die Tafel zieht um und wird größere Räumlichkeiten in der Pauline-Thoma-Schule beziehen.
Erfolg bei Suche
nach einer Lösung
Da die Suche nach einem neuen, größeren Domizil für die Tafel bislang nicht von Erfolg gekrönt war, trat die Stadtverwaltung jüngst an die Mittelschule an der Dr.-Max-Hofmann-Straße heran. Mit Erfolg: Deren Schulleiter Markus Rinner bot der Stadt daraufhin drei Räumlichkeiten im südlichen Flügel des Hauptgebäudes an, die von Süden her sowohl für Fußgänger als auch für Lieferanten zugänglich sind.
Bei den Räumen, die im Erdgeschoss liegen, handelt es sich um einen Mehrzweckraum sowie zwei Nebenräume, deren Raumgrößen zusammen rund 160 Quadratmeter betragen. Im Mehrzweckraum mit einer Größe von rund 95 Quadratmetern soll die Ausgabe der Lebensmittel an die Kunden erfolgen. Die beiden anderen Räume sind als Büro und Aufenthaltsraum für den Leiter und die Tafelmitarbeiter sowie als Lagerraum gedacht. Für notwendige Umbaumaßnahmen hat die Verwaltung rund 50000 Euro veranschlagt. So soll im Mehrzweckraum ein abgegrenzter Warteraum eingerichtet werden. Zudem muss das vorhandene Handwaschbecken gegen ein größeres Edelstahlspülbecken getauscht und ein Sichtschutz installiert werden. Des Weiteren ist geplant, die Zugänge barrierefrei auszubauen und die Zufahrt zu befestigen.
Der Zeitplan sieht vor, dass die Arbeiten im Sommer erfolgen, sodass die Tafel im September beziehungsweise Oktober in die neuen Räumlichkeiten ziehen kann. Und was passiert mit den bisherigen Räumen der Tafel? Auch darüber hat sich die Stadtverwaltung bereits Gedanken gemacht. Diese könnten dann wieder als kleine Wohnappartements hergerichtet werden.
Umzugspläne, die im Kolbermoorer Stadtrat durchgängig Zuspruch fanden. So fiel das Ergebnis der Abstimmung auch einstimmig aus. CSU-Rat Leonhard Sedlbauer hofft sogar, dass der Umzug der Tafel in die Räumlichkeiten der Pauline-Thoma-Schule einen positiven Nebeneffekt haben könnte: „Ich erlaube mir den pädagogischen Traum, dass es uns dann gelingt, auch ein paar Schüler in diese ehrenamtliche Arbeit einzubinden.“