Zum Artikel „Rutschen bis der (Not-) Arzt kommt?“ im Lokalteil:
Wenn es nicht erst Anfang März wäre, würde ich denken, dass es schon ein Aprilscherz ist. Anwohner Achim Wolf bemängelt einen neu angelegten und noch nicht einmal zum Spielen freigegebenen Kinderspielplatz in der Gärtnerstraße wegen eines Gefahrenpotenzials, ausgehend von Felssteinen.
Wer sich diesen zurzeit noch eingezäunten Abenteuerspielplatz anschaut, wird die abgerundeten Steine im Aufgangsbereich zur Röhrenrutsche, eingebettet im Rollrasen, wiederfinden. Für unternehmungslustige Kinder, die von ihren aufmerksamen Eltern begleitet werden, gehen von diesen Felssteinen mit Sicherheit keine Gefahren aus.
Wahrscheinlich ist Herr Wolf in seiner Kinderspielzeit auf keinen Baum geklettert oder ist auf Felssteinen am Flussufer balanciert, wovon ein viel größeres Verletzungsrisiko ausgeht als von den vom TÜV geprüften Spielgeräten und dem mit Steinen befestigten Erdhügel.
Solange fürsorgliche Eltern nicht nur ständig auf ihr Smartphone schauen, sondern öfter auch auf ihre kletternden Kinder, wird garantiert kein Notarzt benötigt. Und noch etwas Herr Wolf: Wie sollen aus Kindern lebenstüchtige Erwachsene werden, wenn man ihnen alle Stolpersteine, auch die runden, aus dem Weg räumt?
Danke an die Stadt Kolbermoor für die zahlreichen Spielplätze für unsere Kinder, die man in vielen anderen Städten und Gemeinden vermisst.
Rainer Tschichholz
Kolbermoor