Kolbermoor – Die Bürgerinitiative N.O.T. Kolbermoor will das seitens der Stadt und eines Investors geplante neue Quartierszentrum im Nordosten der Stadt unbedingt verhindern. Helfen soll dabei eine Aktion, die nun nach Ostern starten soll.
Die Bürgerinitiative N.O.T. Kolbermoor, die nach eigenen Angaben aus rund 300 Mitgliedern besteht und das seitens der Stadt geplante, neue „Quartierszentrum Nord-Ost Am Alpenblick“ in Form der bisherigen Planungen ablehnt, startet nach eigenen Angaben jetzt ein Bürgerbegehren gegen das Vorhaben.
„Bürger sollen
abstimmen können“
Letztlich will die Bürgerinitiative (BI) damit einen Bürgerentscheid erreichen, bei dem die Kolbermoorer dann die Möglichkeit haben, über das Vorhaben abzustimmen.
Nach Vorstellungen der Stadt Kolbermoor soll, wie berichtet, auf dem im Nordosten der Stadt gelegenen, rund 80000 Quadratmeter großen Areal zwischen Karolinenhöhe und dem Straßenzug „Am Alpenblick“ eine neue Siedlung mit bis zu 350 Wohneinheiten entstehen. Bereits zu Beginn der Planungen hatten sich die Stadt sowie der Investor, die Max von Bredow (MvB) Baukultur, das Thema Transparenz und Bürgerbeteiligung auf die Fahne geschrieben. So hatten die Bürger unter anderem bei einer Planungswerkstatt Anfang Dezember 2024 die Möglichkeit, sich zu dem aktuellen Planungsstand zu äußern und Änderungswünsche und Vorschläge einzubringen. Diese Vorschläge wurden mittlerweile an die Planer übergeben, die diese nun bewerten und in den derzeitigen Planungsstand einarbeiten soll. Schon früh formierte sich aus der Anwohnerschaft heraus allerdings Widerstand gegen das Vorhaben in Form der Bürgerinitiative N.O.T. Kolbermoor. Die Initiative befürchtet nach eigenen Angaben durch die Bebauung unter anderem eine massive Zunahme des Verkehrs in der gesamten Stadt sowie eine Verschlechterung der Situation bei Starkregenereignissen und Hochwasser für die dortige bestehende Bebauung.
Nun will die BI mit einem Bürgerbegehren gegen das Vorhaben vorgehen. Damit das Bürgerbegehren letztlich als Bürgerentscheid zugelassen werden kann, muss die BI in einem offenen Zeitraum Unterstützer-Unterschriften von mindestens neun Prozent der wahlberechtigten Kolbermoorer sammeln. Laut Stadt sind dazu aktuell zwischen 1300 und 1400 Unterschriften notwendig.
Nach Angaben von Dr. Michael Rath, einem der Sprecher der BI, plant die Initiative neben dem Sammeln von Unterschriften auf der Straße auch den Versand von Postwurfsendungen an Kolbermoorer Haushalte, um die erforderlichee Menge an Unterschriften zusammenzubekommen. Auch in einigen Geschäften sollen die Unterschriftenlisten ausgelegt werden.
Fragestellung
bereits im Visier
Die Frage im Rahmen des Bürgerbegehrens sowie eines möglichen Bürgerentscheids wird nach derzeitigen Informationen „Sind Sie dafür, dass das aktuell laufende Bauleitverfahren zum Bebauungsplan Nr. 87 ,Quartierszentrum Nord-Ost‘ eingestellt und die unbebaute landwirtschaftliche Fläche erhalten wird?“ lauten.