Bund Naturschutz gegen Baugebiet

von Redaktion

Widerstand gegen Nord-Ost-Quartier in Kolbermoor – Schutz von Biotopen gefordert

Kolbermoor – Der Bund Naturschutz fordert schon seit langer Zeit, den Flächenverbrauch zu stoppen, denn noch immer werden in Bayern täglich über zwölf Hektar Fläche versiegelt.

So wurde bei der Diskussion über das neue Baugebiet zwischen „Am Alpenblick“ und „Karolinenanger“ sofort klar, dass sich der Bund Naturschutz gegen eine Bebauung und für den Erhalt der landwirtschaftlichen Nutzfläche von circa 80000 Quadratmetern einsetzen wird.

Auswirkungen
nicht absehbar

Kolbermoor benötigt mit seiner dichten Bebauung dringend Frischluftschneisen, Biotop- und Waldflächen. Im Bereich der geplanten Bebauung befindet sich das geschützte Biotop „Teufelsgraben“ und ein Waldbereich im Osten. Bei einer Bebauung würden diese Bereiche stark beeinträchtigt und isoliert, sodass kein Biotopverbund mehr wirksam wäre. Negative Auswirkungen auf den Oberflächen- und Grundwasserhaushalt sind nicht absehbar. Allein der notwendige Neubau einer Brücke über den Teufelsgraben als Erschließung für das Baugebiet wird den Verlust mehrerer alter Bäume und einen massiven Eingriff in das natürliche Kerbtal zur Folge haben. Zusätzlich wird der Verkehr auf der Flur-, Filzen- und Fürstätterstraße sowie Karolinenstraße und Karolinenhöhe stark zunehmen.

Da immer wieder vorgebracht wird, dass bezahlbarer Wohnraum benötigt wird, weist der Bund Naturschutz darauf hin, dass es in Kolbermoor noch große, ausgewiesene Flächen gibt (zum Beispiel im Conradty- und Spinnerei-Gelände), die noch bebaut werden können und auch die Nachverdichtung in vollem Gange ist.

Flächen für
Klimaschutz sichern

So ist es auch eine Zukunftsaufgabe, unbebaute Flächen für den Klimaschutz dauerhaft zu sichern. Aus all diesen Gründen wird der Bund Naturschutz das Bürgerbegehren „Erhalt der landwirtschaftlichen Fläche (circa 80000 Quadratmeter) zwischen ,Am Alpenblick‘ und Karolinenhöhe Kolbermoor“ auch unterstützen.

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