Vor wenigen Jahren bekam das Mahnmal eine neue Gedenkplatte, jetzt wird auch das komplette Kreuz am Alten Kolbermoorer Friedhof restauriert, das an den 1999 durch eine Gewalttat ums Leben gekommenen Carlos Fernando erinnert. Es war eine Tat, die deutschlandweit sprachlos gemacht hatte: Am 15. August 1999 war der damals 35-jährige Carlos Fernando aus Mosambik vor einer Bar in der Schuhmannstraße von einem damals 31-jährigen Kolbermoorer mit zwei Faustschlägen zu Boden gestreckt worden. Als Fernando wehrlos auf dem Boden lag, trat ihm der 31-Jährige dann mit dem Fuß ins Gesicht. Der Mosambiker erlitt dabei schwerste Gehirnverletzungen, fiel ins Koma und starb eine Woche nach der Attacke im Krankenhaus Vogtareuth an seinen Verletzungen. Der Totschläger wurde im Mai 2000 zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt. Bereits kurze Zeit nach der Tat wurde auf dem Kolbermoorer Friedhof eine Gedenktafel für das Gewaltopfer aufgestellt, die Unbekannte im September 2019 aber verwüstet hatten. Woraufhin die Stadtverwaltung eine neue Gedenktafel anfertigen ließ und diese am Sockel des Kreuzes am Hauptweg über das Friedhofsareal anbringen ließ. Doch an den Holzkreuz und der dort angebrachten Christus-Figur hat nun so der Zahn der Zeit genagt, dass beide Elemente restauriert werden müssen. „Die Christus-Figur wird bei einem ortsansässigen Maler bearbeitet, das Kreuz dann direkt vor Ort“, sagt Jürgen Halder, der in der Stadtverwaltung für den Bau-, Straßen- und Gewässerunterhalt zuständig ist. Wann das Kreuz in neuem Glanz erstrahlen wird, dazu kann Halder noch keine genauen Angaben machen. „Ein paar Wochen wird es schon dauern“, so der Stadtmitarbeiter zu den Arbeiten, die voraussichtlich einen dreistelligen Betrag kosten werden. Fotos Riediger