Kolbermoor – Ob in kirchlichen Einrichtungen, im Sportverein oder ganz einfach im gesellschaftlichen Leben in Kolbermoor, überall hat der immer noch von vielen Kolbermoorern hoch geschätzte Pfarrer Eugen Klaas seine Spuren hinterlassen. Heuer wäre der beliebte Seelsorger 100 Jahre alt geworden – Grund genug für das Heimat- und Industriemuseum, in Zusammenarbeit mit der Stadtkirche Kolbermoor eine Sonderausstellung zu initiieren, die nun mit einer kleinen Feierstunde eröffnet wurde.
Museumsleiter Stefan Reischl begrüßte Freunde und Weggefährten, interessierte Bürger sowie den Zweiten Bürgermeister Dieter Kannengießer und die Dritte Bürgermeisterin Sabine Balletshofer-Wimmer als Vertreter der Stadt Kolbermoor, die dem Pfarrer 1985 das Ehrenbürgerrecht verliehen hatte. Vonseiten der Stadtkirche waren Pastoralreferentin Elisabeth Maier und Stadtkirchenratsvorsitzender Leonhard Sedlbauer gekommen, ebenso wie Andrea Kellner, auf deren maßgebliche Initiative die Ausstellung zurückgeht.
In mühevoller Arbeit hat Kellner Fotos, Dokumente und Berichte aus dem Archiv der Pfarrei Wiederkunft Christi zusammengetragen und auf Stellwänden arrangiert, die den Kern der Sonderausstellung bilden. Ergänzt werden diese durch einige Andenken aus dem Sportverein, Gegenstände aus der Frühzeit der Pfarrei sowie als optischer Glanzpunkt eines der bekannten, modern gestalteten Messgewänder, in denen der Pfarrer oft in der Kirche zu sehen war. Im Namen des Museums bedankte sich Reischl bei Andrea Kellner mit einem kleinen Geschenk für ihren großen Einsatz. Im Anschluss an die offizielle Eröffnung nutzten zahlreiche Anwesende die Gelegenheit für einen ersten Rundgang sowie einen erinnerungsträchtigen Austausch, zu dem besonders auch frühere Weggefährten von Pfarrer Klaas, wie etwa der Ehrenvorsitzende des SV-DJK Kolbermoor, Gerhard Duschl, vieles beizutragen hatten.
Die Sonderausstellung ist bis in den Herbst hinein im Heimat- und Industriemuseum jeweils samstags und sonntags von 14 bis 17 Uhr zu sehen. sel