Kolbermoor – An der Kolbermoorer Pauline-Thoma-Mittelschule standen kürzlich alle Vorabgangsklassen im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Fit for Future!“ drehte sich an drei Tagen alles um das Thema Berufswahl und Ausbildung.
Erst im vergangenen Jahr führte die Schule dieses umfangreiche Projekt zur Berufsvorbereitung erstmals durch. Bei verschiedenen Workshops und einer Berufsmesse konnten die Jugendlichen in die Arbeitswelt hineinschnuppern. Die Resonanz war dabei so groß, dass eine Wiederholung von „Fit for Future“ unumgänglich war.
Forum des
Kennenlernens
Eine Ausbildung als Beton- und Stahlbetonbauer? Macht das in der heutigen Zeit der Digitalisierung noch Sinn? Wie sind die einzelnen Branchen heutzutage aufgestellt und wer ergreift diesen Beruf? Diese und viele andere Fragen konnten die Jugendlichen dabei selbst klären.
Rektor Markus Rinner eröffnete den Tag und zeigte sich erfreut über die große Beteiligung der örtlichen Ausbildungsbetriebe. Und an die Jugendlichen gewandt sagte er: „Wir haben hier ein Forum für euch geschaffen, ein Forum der Begegnung und des Kennenlernens. Hier können euch die Betriebe zeigen, was sie bieten können und was euch erwartet. Hier könnt aber auch ihr schauen, was euch alles geboten wird“, betonte Rinner. Am Ende dankte er Silvia Baumann, Diakonie-Jugendhilfe Oberbayern, für ihre große Initiative im Vorfeld der Berufsmesse.
Am Montag standen Berufe aus den Bereichen Klinik, Hauswirtschaft und Heilerziehungspflege im Fokus. Hier erhielten die Teilnehmenden einen Überblick über Tätigkeiten im sozialen und pflegerischen Bereich.
Der Dienstag widmete sich Handwerks- und Dienstleistungsberufen. Vertreten waren unter anderem Auto Eder, Protze Werkzeughandel, Stangelmayer, die SHK-Innung, die Käserei Bergader, die Friseurinnung, die DIWA Group, TVI, Daxeder sowie die Stadt Kolbermoor. Für jeweils zwei Stunden standen Vertreter der Betriebe zur Verfügung, um über Ausbildungswege, Arbeitsalltag und Anforderungen zu informieren.
Im Anschluss daran fanden fünf thematische Workshops statt, in denen die Schüler vertiefende Einblicke erhielten. So demonstrierte beispielsweise die Käserei Bergader anschaulich die Herstellung von Käse, während die SHK-Innung praktische Aspekte handwerklicher Berufe vorstellte. „Präzision in Perfektion“, „Reine Kopfsache“ oder „Sei schlau, geh zum Bau“ waren die restlichen Titel der Workshops.
Am Mittwoch wurden berufliche Möglichkeiten im Bereich Verwaltung und Einzelhandel präsentiert. Beteiligte Institutionen waren unter anderem ein Lebensmittelmarkt, ein Drogeriemarkt, die Stadt Kolbermoor sowie das Landratsamt Rosenheim.
Lob für die Nähe zum
praktischen Alltag
Die Rückmeldungen der Schüler fielen durchweg positiv aus. Besonders geschätzt wurden die praxisnahen Beispiele, die persönliche Ansprache durch Fachkräfte und die Möglichkeit, gezielte Fragen zu stellen. „Gut gefallen hat mir, sehen zu dürfen, wie man Käse macht“, war eine der vielen positiven Aussagen. Einem Mädchen gefiel beim Friseur, „etwas Praktisches zu machen“.
Auch wenn einige „Nichthandwerker“ dabei waren, der große Tenor der Jugendlichen war sehr positiv. So trug die Veranstaltung „Fit for Future“ auch in diesem Jahr dazu bei, Berufsbilder greifbar zu machen und das Interesse für Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zu wecken. Eine Wiederholung ist angesagt.